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AFRIKA aktuell - Das Reisen und Tourismus Magazin für Botswana und Süd-Ost-Afrika
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Botswana
Nachtsafari in Leroo-La Tau am Rande der Makgadikgadi Salzpfanne
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell
Eigentlich hatte ich es mir hier ganz anders vorgestellt.
Anders, das bezieht sich auf die Pans, die weiten, flachen Salzpfannen, im Nordosten Botswanas, die sich hinter Namen wie Nxai oder Makgadikgadi verbergen.
Doch Sean Watson, Mitinhaber von Leroo-La-Tau, was "die Spur des Löwen" bedeutet, klärt meine Unwissenheit mit einem Satz auf. "Dies hier ist nicht das kleine Europa"! Und somit liegt die luxuriöse Lodge mit dem traditionell-afrikanischen Haupthaus und den stabilen, geräumigen Safarizelten für die Gäste zwar traumhaft schön auf einer kleinen Anhöhe mit weitem Blick auf den Boteti-Fluss, aber eben doch erst am Beginn der Salzpfanne.
Und hier gibt es eben noch die typische Vegetation der Dornbusch-Savanne, gibt es Akazien, Bauhinien und Mopane. "Um die eigentlichen Pans zu erreichen", meint Sean weiter, "müssen wir ungefähr eine Stunde in den Makgadikgadi-Nationalpark hineinfahren, oder uns nördlich Richtung Nxai-Nationalpark halten. Dort", so Sean, "findet man auch Baines Baobabs, eine Gruppe uralter Affenbrotbäume auf einer Insel in den Pans, die der englische Naturmaler letztes Jahrhundert auf Leinwand verewigt hat." Und schon haben wir die Tour für den nächsten Tag abgemacht: drei Stunden Fahrt sind es bis ins Herz der Nxai Pans, was frühes Aufstehen und einen Start um sieben Uhr morgens bedeutet.
Am Nachmittag erkunden wir per 4-WD den nahen Boteti-River. Der entspringt, wenn man so will, im Okavango-Delta, oder ist, anders gesehen, die Fortsetzung des Okavangos in Richtung Südosten. Früher, bis vor etwa 30.000 Jahren, flossen auch der Kwando und der mächtige Zambezi in diese Region ab.
Die Folge: Wo heute die Salzpfannen sind, war früher ein riesiger Süsswasser-See. Oder anders herum betrachtet: Die Salzpfannen sind nichts anderes als dieser trockengefallene Binnensee. Trockengefallen, da sich damals bedingt durch geologische Verformungen der Lauf des Kwando und vor allem des Zambezi drastisch geändert hatten - und diese nun Richtung Indischer Ozean abflossen. Dadurch entstanden beispielsweise erst die Victoria-Wasserfälle! Der Boteti-Fluss allein schaffte es nicht mehr, den See zu speisen. Auch jetzt macht er nicht gerade den Eindruck eines starken Stroms..., nur im Abschnitte der Leroo-La-Tau-Lodge ist er oberirdisch, um flussauf sowie flußab seinen Weg versteckt und unterirdisch fortzusetzen.
"Trotzdem", so Sean, "ist dies der ideale Platz für eine Lodge, und wenn sich die Bestrebungen, den Nationalpark zu umzäunen und damit das Eindringen von Vieh und Landwirtschaft zu stoppen, als erfolgreich erweisen, liegen wir sogar innerhalb dieser Umzäunung und im Nationalpark! Und..., während der Trockenzeit, wenn in den Pans selbst kein Trinkwasser mehr zu finden ist, müssen die Wildtiere hierher kommen, also direkt vor unsere Haustüre, um zu trinken. Und mit ihnen kommen die grossen Katzen..., folgen Löwen den grossen Herden von Zebras und Antilopen."
Und da wir anscheinend zuviel über Trockenheit und Wassermangel diskutiert haben, zieht ein plötzlich Gewitter herauf - es ist Anfang November, und der Regen ist nah. Hautnah. So nah, dass uns der Sundowner, ein hervorragender Gina&Tonic mit einem Schuss Angostura, von Sean persönlich gemixt, den wir eigentlich zum ausgiebigen Betrachten des Sonnenuntergangs dabei hatten, gründlich verwässert wird.
Doch in Botswana ist man Regen gegenüber sehr positiv und dankbar eingestellt. Und Sean hat noch eine Überraschung für uns: "Heute Abend machen wir auf Night-Drive, und gerade nach Regen sind die Tiere dann besonders aktiv!"" Und er behält recht....

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Leroo-La-Tau: Makgadikgadi-Night-Drive. Klicken Sie bitte auf die untenstehenden Fotos, um das ganez Bild zu sehen...
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Schabrackenschakal
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Springhase
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Elefant
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Flusspferd
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Kudu
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