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AFRIKA aktuell - Das Reisen und Tourismus Magazin für Botswana und Süd-Ost-Afrika
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Botswana
Die Hauptstadt Gaborone
besucht von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell
Modern, rasch wachsend, blitzblank wie die Botswana Savings Bank (Blid links) - Gaborone präsentiert sich zunehmend als Aushängeschild des Staates im südlichen Afrika, der bis 30. September 1966 britisches Protektorat war, seit seiner Unabhängigkeit aber erfolgreich und demokratisch vorwärts strebt.
Interessanterweise - oder auch praktischerweise, findet sich genau gegenüber der BSB ein modernes Einkaufszentrum mit Shops, Boutiquen und Juweliergeschäften.
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Sir Seretse Kama (Statue rechts) begegnet man in und um Gaborone immer wieder.
Dies beginnt bereits bei der Landung auf dem nach ihm benannten Flughafen.
Als erster Präsident Botswanas stellte er ab 1966 bis zu seinem Tod im Jahr 1980 die Weichen in Richtung Zukunft, stark favorisiert durch die Entdeckung der Diamantenvorkommen im Jahre 1967.
Wer vom Zentrum Gaborones einen Abstecher Richtung Parlament macht, wird ihm und seinem Denkmal in einem kleinen Park gegenüberstehen!
Etwas abseits vom Zentrum der Stadt hat eine andere Symbolfigur Afrikas ihre letzte Ruhe gefunden: El Negro!
Es mag etwas makaber klingen, aber El Negro wurde nach seinem Tod (etwa um 1830) in einem spanischen Museum (Banyoles) "ausgestellt".
Im Laufe der 90er Jahre änderte sich die öffentliche Meinung mehr und mehr und 1997 verlangte die Organisation Afrikanischer Staaten die Rückführung des Leichnams nach Afrika.
Am 4. Oktober 2000 war es dann soweit: El Negro traf in Botswana ein, wurde ordnungsgemäss beerdigt und erhielt sein eigenes Denkmal (Foto rechts).
Weiters sehenswert: der Gaborone Dam, ein Stausee, der die Hauptstadt mit Trinkwasser versorgt, aber natürlich auch für Sportangler zur Verfügung steht und mit dem Gaborone Yacht Club ein exklusives Ausflugsziel mit Bar, Swimming-Pool und toller Aussicht besitzt.
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Das NATIONAL MUSEUM MONUMENTS & ARTS GALLERY
Über die Attraktivität von Museen mag man als Reisender getrennter Meinung sein: das National Museum in Gaborone allerdings ist immer einen Besuch wert!
Denn es vereint mehrere wichtige Komponenten in sich: Da ist zum einen das moderne Botswana, da sind moderne Kunstwerke und Künstler, die ausgestellt werden (Bild unten), oder auch einmal aktiv verändert, wie die "Tanzenden Stämme" im Eingangsbereich des Museums. Da ist zum anderen auch eine ganz persönliche Note: Schüler stellen ihre Exponate im Museum aus und machen es dadurch zu "ihrem" Museum. Und erhalten dadurch eine ganz andere Bewertung ihrer Arbeit.
Ein Thema: AIDS. Botswana hat sich dazu entschlossen, das Thema sachlich und mit aller Offenheit anzugehen. Ein parlamentarischer Sonderausschuss wurde gebildet, eine riesige landesweite Aufklärungskampagne gestartet. Teil davon sind auch die vielen Kunstwerke (eines davon haben wir rechts abgebildet) von Schülern unterschiedlichster Altersstufen, die ausgestellt werden und wirklich gut gelungen sind, ein Beweis, wie ernst man die Thematik nimmt.
Und natürlich ist da auch das historische Botswana. Man legt Wert auf die eigene Geschichte, will, wie die Kuratorin Phodiso Tube (Bild links) demonstriert, traditionelle Handwerkskunst erhalten.
Bei einem Gang durch die verschiedenen Sektionen lernt man das prähistorische Leben kennen, dokumentiert anhand von Schaukästen und Ausgrabungen zieht die Epoche der Dinosaurier vorüber, gefolgt von den ersten Spuren der Menschheit im südlichen Afrika, und es wird das erstaunlich anpassungsfähige Leben von Buschmännern mit ihrer nächsten Umgebung dargestellt.
Eine weitere Sektion widmet sich Botswanas Wildlife und den unterschiedlichen Lebensräumen und Biotopen, die sich im Land finden.Auch wenn die Tiere, leider, nur als Präparate zu sehen sind, so sind die Infromationen doch kompetent aufbereitet und mit Liebe gestaltet. Eine gute Vorbereitung übrigens auf das, was einen in den Pans und im Delta dann wirklich erwartet!
Natürlich macht das Museum auch nicht vor der Kolonialisierung halt. In der Aussenanlage steht ein authentischer Ochsenwagen, mit dem weisse Siedler ins Innere Afrikas zogen. Ein allseits beliebtes Highlight ist auch ein Original-Waggon von Cecil Rhodes’ (geplanter) Cape to Cairo Railway.
Erreichen kann man das Museum übrigens bequem zu Fuss - es ist nur etwa fünf Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt. Gegründet wurde es bereits 1967 und steht seit 1976 unter staatlicher Leitung. Die National Art Gallery wurde ein Jahr später, 1977, eröffnet. Über 2500 Exponate sind momentan im National Museum zu besichtigen.
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Das GABORONE GAME RESERVE
Die Lage ist ideal, um einer grossen Zahl von Menschen, gemeint sind vor allem die Einwohner der Hauptstadt, das tolle Wildlife von Botswana ein kleines bisschen näherzubringen.
Das 550 Hektar grosse Gaborone Game Reserve liegt direkt am Stadtrand und ist ein ideales Ausflugsziel für den frühen Morgen oder die Stunden am Spätnachmittag, denn dann werden die Wildtiere wie Zebras, Antilopen wie Impalas, Eland oder Oryx oder auch die Strausse aktiv.
Und noch eine ganz grosse Besonderheit findet man hier: Breitmaulnashörner, auch für Botswana eine Rarität!
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