Botswana Reise & Safari Reportagen

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AFRIKA aktuell - Das Reisen und Tourismus Magazin für Botswana und Süd-Ost-Afrika
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Botswana Reisen in die Hauptstadt des Landes
Die touristischen Highlights rund um Gaborone
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell
Kolobeng
Etwa eine halbe Stunde Fahrt ausserhalb Gaborones liegt das Livingstone Monument in Kolobeng. 1847 kam der schottische Arzt, Missionar und Entdecker mit seiner Frau, zwei Kindern und sämtlichen Habseligkeiten auf einem Ochsenwagen hierher.
Livingstone gefiel der Platz, auf einer kleinen Anhöhe und doch in direkter Nähe zum Kolobeng-Fluss. Er beschloss, hier eine Mission zu gründen, es enstand eine Kirche und ein Wohnhaus. Leider war seine Missionarstätigkeit nicht vom Glück begleitet. Eine Dürreperiode wurde ihm zum Verhängnis - die Bakwena gaben ihm die Schuld, dass ihr Regenmacher seinen Zauber nicht mehr ausüben konnte.
Ausserdem gab es auch militärische Spannungen zwischen dem Stamm und den herannahenden Buren. Und Livingstones Famile wurde auf Grund des Mangels schwer krank, er verlor seine neugeborene Tochter.
Dies alles führte in ihm zu dem Entschluss, seine Famile nach England zu schicken und sich selbst nach Norden zu wenden, um dort unbekanntes Land zu erforschen.
Heute sind von seiner Mission leider nur noch die Grundmauern stehengeblieben. Trotzdem geht von dem Ort eine starke Ausstrahlung aus, kann man sich bei einem Besuch in seine Gedankengänge vor 150 Jahren zurückversetzen.
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Livingstones Tree
Etwa 20 Kilometer von Kolobeng entfernt und als Teil der heutigen Ortschaft Manyana findet sich ein uralter, wohl über 400 Jahre alter, und riesengrosser Feigenbaum.
Als Arzt kam Livingstone von seiner Mission in Kolobeng hierher, um bei den hier siedelnden Bakwena Krankheiten zu behandeln sowie natürlich auch das Wort Gottes zu lehren.
Als unverwechselbaren Treffpunkt wählte er sich - so die Überlieferungen - diesen schon vor 150 Jahren markanten Baum aus.
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Livingstones Cave
Noch gänzlich unerschlossen und auch noch nicht näher erforscht ist Livingstones Cave, eine Höhle, in die, den Erzählungen zufolge, mutmassliche Hexen hineingeworfen wurden, und soviel ist sicher, nie mehr wiederkamen!
Livingstone wollte mit dem Aberglauben Schluss machen, machte sich an den Aufstieg, betrat die Höhle - und kam als Erster heil wieder heraus!
Eine Aktion, die Eindruck machte...
Heute barucht man für den kurzen, aber schweisstreibenden Aufstieg festes Schuhwerk und eine gewisse Grundkondition. Dafür wird man mit einer tollen Aussicht belohnt. Die Höhle selbst gehört allerdings den Wildbienen, man sollte sich nicht zu tief hineinwagen!
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Manyana Rock Paintings
Die Ortschaft Manyana liegt am Fuss der Kolobeng Hills und direkt an der Ortsgrenze besitzt sie eine sehr interessante Sehenswürdigkeit:
Die Manyana Rock Paintings, einen der absolut seltenen Fundorte für Felsmalereien im südöstlichen Botswana.
Neben den gängigen Tiermotiven wie Giraffe, Elefante und Antilopen finden sich auch Symbole wie für Baum oder "Frau" (Bild rechts).
 Der Besuch der Felszeichnungen ist nur zu bestimmten Zeiten und nach Absprache mit den örtlichen, fachkundigen Guides möglich.
Die genaue Datierung der verschiedenen Sites ist schwierig.
Experten gehen davon aus, dass die Felsmalereien in etwa aus den Jahren 1000 bis 1300 nach Christus stammen.
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Matsieng
Adam und Eva waren die ersten Menschen?
Falsch, denn der erste Mensch, der Riese Matsieng, betrat in Botswana die Erde und entstieg einem etwa drei Meter tiefen Pool in den Sandsteinfelsen des gleichnamigen Fundortes, und hinterliess zum Beweis dafür seinen riesengrossen Fussabdruck (Bild rechts) am Rand des Tümpels.
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Molepolole
Das heutige Molepolole ist eine respektable Ansiedlung.
Doch historisch gesehen ist es viel mehr: Hier entsand ab 1864 die Hauptstadt des "grossen Krokodils", wie man den Chief Kgosi Sechele nannte.
Heute bezeugen noch die Grundmauern der vielen tausend Hütten von der Grösse Molepololes.
Direkt neben den Resten der Ansiedlung entstand ein weiteres Monument Botswanas: Der Kral der Chiefs (Foto links). Hier sind alle bedeutenden Stammeshäuptlinge beigesetzt.
Was für europäische Ansichten etwas fremd scheinen mag, ist in Botswana alte Sitte: Die Stammesfürsten werden im Kral, also der Umzäunung für das Vieh beerdigt. Denn vor allem Rinder gelten als Statussymbol und Zeichen hohen Ansehens, und ihre Gegenwart symbolisiert Stärke und Fruchtbarkeit.
Wer der Geschichte noch tiefer auf den Grund gehen möchte, dem sei ein Besuch des Kgosi Sechele I Museums in Molepolole empfohlen.Das Gebäude wurde übrigens bereits im Jahre 1902 errichtet und diente zunächst als Polizeiposten.
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Thamaga Pottery
Ein interessantes Projekt findet sich in Thamaga: der Ort ist traditionell eine Hochburg botswanischer Töpferkunst, die Thamaga Pottery kümmert sich als Projekt um den Erhalt des Handwerks und gleichzeitig um dessen Direktvermarktung
. Somit kann man in der Thamaga-Pottery typische Gegenstände des täglichen Lebens sowie Kunstobjekte erwerben, ein gut sortierter Laden steht dazu zur Verfügung.
An Wochentagen ist es ausserdem möglich, die Töpfer bei ihrer Arbeit zu beobachten und vieles Wissenswerte über das Handwerk und dessen Feinheiten zu erfahren.
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Mochudi
Mochudi liegt 40 Kilometer nördlich von Gaborone an der Strasse Richtung Francistown und etwa fünf Kilometer entfernt von der Abzweigung bei Pilane.
Bevor man sich auf den Fussweg den Phuthadikobo-Hügel hinauf zum Museum macht, kommt man am Stammeskral von Mochudi vorbei.
Mochudi ist eine grössere Ansiedlung des Bakgatla-Stammes, und so werden die Chiefs im Kral beigesetzt.
Daneben befindet sich, wenn man so möchte, der Gerichtssaal "unter freiem Himmel".
In diesem "Kgatla" treffen die Ältesten zusammen und immer noch werden traditionelle Bestrafungen ausgesprochen - per Stock!
Das Museum selbst erreicht man nach einem kurzen Anstieg. 1921 errichtet, diente das Gebäude bis 1976 als Schulhaus.
Eines der bemerkenswerten Highlights des Museums sind die vielen historischen Photographien, die hier gesammelt werden.
Weiters finden sich Töpfereien, Kunstgegenstände und Instrumente sowie Gegenstände der Kolonisten (Waffen, Möbel, eine kleine Orgel).
Die Aussenanlagen zeigen einen hervorragend erhaltenen Ochsenwagen der ersten weissen Siedler und auch einen kleinen "Hochofen", in dem Metallgewinnung betrieben wurde.
Da das Museum wie schon erwähnt auf einem Hügel liegt, hat man von oben wiederum eine fantastische Aussicht über Mochudi und die Ebene des Notwane-Flusses.
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Die Schmiede von Phuthadikobo
Eigentlich ist die Verarbeitung von Eisenwaren in einer Schmiede keine typisch botswanische Tradition.
Die Schmiedekunst kam erst mit den Kolonialisten ins Land, die diese zum Beispiel für Beschläge (Radreifen) ihrer Ochsenwagen benötigten.
Trotzdem wurde in Mochudi eine dieser Schmieden restauriert und wieder in Betrieb genommen. Angegliedert ist ein kleines Museum mit schmiedeeisernen Kunstgegenständen.
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