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AFRIKA aktuell - Das Reisen und Tourismus Magazin für Botswana und Süd-Ost-Afrika

Botswana

Diamanten - Der starke Ast, auf dem Botswana sitzt!
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell

Diamant BotswanaSie sehen aus wie Glas oder leckerer Kandiszucker.

Eigentlich sind sie nichts anderes als Kohle, bestehen aus C-Atomen, genau wie ihre schwarzen Verwandten.

Doch eine ideale Anordnung der Kohlenstoff-Atome macht sie zum härtesten Material der Erde, zum wertvollen Symbol der Beständigkeit.

Good Company - die Debswana Diamond

"Diamonds are a girls best friend!" - Diamanten und Frauen gehören irgendwie zusammen, "und warum sollten nicht auch Frauen auf ihre besten Freunde aufpassen?", schiesst es mir durch den Kopf, als sich drei Sicherheitsbeamtinnen im Eingangsbereich um meine Registrierung kümmern.

Debswana BotswanaDenn das Debswana Haus (Foto rechts) im Zentrum von Gaborone, im übrigen schon von aussen weithin zu erkennen, ist absolute Sicherheitszone.

Die Zahlen und Fakten, die Debswana parat hat, beeindrucken wirklich:

  • Knapp 6000 Arbeitspätze in Botswana sind "diamanten"bedingt und daher im Bereich von Debswana angesiedelt. Debswana ist somit auch, nach dem Staat selbst zweitgrösster Arbeitgeber.

  • Diese Beschäftigten fördern und vermarkten Diamanten im Wert von 2,4 Milliarden US-$ jährlich (die Zahl stammt aus 1999).

  • Drei grosse Minen im Land fördern zusammen 25 Millionen Karat an Diamanten, dies entspricht 5.000 Kilogramm, dies sind im einzelnen:

  1. Die Orapa Mine fördert 12 Millionen Karat und ziert den 20 Pula-Schein
  2. Die Jwaneng Mine bringt es auf ebenfalls 12 Millionen Karat und lässt sich auf dem 100 Pula-Schein bewundern.
  3. Die Letlhakane Mine fördert momentan 1 Million Karat

Dabei bewegt jede Mine in etwa eine Tonne Erdreich, um ein einziges Karat zu er"waschen".

25 Millionen Karat, dies sind 40 Prozent der gesamten Weltproduktion, keine andere Nation fördert mehr an Rohdiamanten.

Botswana Diamanten Natürlich ist die Diamanten-Förderung auch wichtigster Faktor im Bruttosozialprodukt des Landes.

Bei der Vermarktung des "gläsernen" Goldes geht die Nation einen einfachen Weg: alle fünf bis sechs Wochen kommen die Einkäufer des Diamanten-Multis "de Beers" nach Gaborone und erwerben "en bloc" die Gesamtproduktion, beziehngsweise teilt man sich deren Erlös zu gleichen Teilen.




Das Orapa-Haus: Fort Knox in GaboroneOrapa Botswana

Botswanas Polizisten sind im Normalfall nicht bewaffnet, die Wachleute rund ums Orapa Haus (Foto rechts) auf dessen Gelände dagegen schon, und dies in einer Form, die man beruhigt als "schwer" bezeichnen kann.

Natürlich nicht ohne Grund: Im Orapa Haus werden jährlich etwa 140 Millionen (!) Diamanten, "Stoff" aus den drei grossen Minen des Landes, in Empfang genommen und sortiert.

140 Millionen einzelne Steine und Steinchen, die sich zu 25 Millionen Karat summieren, eine Gewicht von zusammen 5 Tonnen (ein Karat entspricht 0,2 Gramm)!

Gemeint sind natürlich Rohdiamanten. Je nach Grösse, je nach ihrer Form, ihrer Reinheit und Färbung werden sie auf ungefähr 15.000 einzelne Qualitätskategorien aufgeteilt. Dies geschieht teils automatisch und maschinell, wie etwa die Ermittlung des Gewichtes, im grossen und ganzen aber manuell. Dazu beschäftigt das Orapa Haus momentan 225 hochqualifizierte Sortierer.

Orapa Botswana Denn gerade die Farbzuordnung - im Foto rechts beginnend mit den stärker verunreinigten, schwarzen Rohdiamanten über braune und gelb gefärbte Steine bis hin zu den grossen, optimal vorgeformten (beim Schleifen und Polieren fallen keine dramatisch hohen Materialverluste an) und klaren Rohdiamanten (Blid unten, etwa 12bis 14 Karat schwer) bedarf jahrelanger Ausbildung und Erfahrung. Gute Augen, unterstützt von Lupen, sind also Pflicht.

Scharfe Augen überwachen im übrigen auch die Tätigkeit der Sortierer.
"Big Brother", eine umfassende Video-Überwachung, bleibt zwar dezent im Hintergrund verbrogen, ist aber ständig präsent.

Trotzdem: Das Orapa Haus ist einer der wichtigsten Arbeitgeber in Gaborone.

98 Prozent der hier Angestellten snd Botswaner. Neben den bereits angesprochenen 225 Sortierern arbeiten hier noch 75 administrativ tätige Angestellte, und 175 Arbeitskräfte kümmern sich größtenteils um die Sicherheit des Gebäudes - intern und extern.



Schmuckstücke "made in Botswana"

Les Porter BotswanaLes Porter ist Geschäftsmann.

Er entstammt einer indischen Familie, eigentlich in Zimbabwe wohnend, die sich seit Generationen der Fertigung von Schmuckstücken widmet.

Für ihn ist die Situation in Botswana paradox. Eigentlich sitzt er an DER Quelle für Diamanten und Halbedelsteine, die sich im Land reichlich finden.

Andererseits muss er, auf Grund des Regierungsvertrages mit de Beers, seine Schmucksteine re-importieren, zumeist aus Südafrika, um damit seine Fertigung in Gaborone aufrechtzuerhalten.

Trotzdem ist er der Meinung, dass Botswana der ideale Standort für das Goldschmiede- und Juweliershandwerk ist.

Daher investiert er in die gute Ausbildung seiner Mitarbeiter, die bis zur Erreichung einer gewissen Perfektion bis zu sieben Jahre dauert.
Die Spezialitäten im Hause Porter sind daher auch Einzelstücke und Auftragsfertigungen. Hier kann er die handwerklichen Fähigkeiten seiner Mitarbeiter voll einsetzen und die qualitativ hochwertigen Stücke zu einem jederzeit günstigen Preis anbieten.

Kontakt:
Les Porter
Shop No. 22
Kagiso Centre
Broadhurst
p.o. box 403413
Gaborone
Botswana
T: 00276-371739
F: 00267-311292

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