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AFRIKA aktuell - Das Online Tourismus Magazin für Süd-Ost-Afrika
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Kenia
Der Tsavo East Nationalpark: Reichlich Platz für Graue Riesen
von Ludwig Schadhauser, Publisher AFRIKA aktuell
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Rot bestäubt mit Laterit: Die Elefanten im Tsavo nutzen den Sand zum Körperdesign
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Man sieht dem Tsavo East an, dass es hier vor allem eines gibt: Elefanten. Genauer gesagt, Kenias grösste Population der Grauen Riesen.
Und da Elefanten Pflanzenfresser sind, und dies mit, nennen wir es einmal gestalterischen und gartenbaulichen Ambitionen, zeigt die Vegetation deutlich, dass die Dickhäuter hier aktiv sind.
Viele Büsche und auch Bäume sind einfach auf bequeme Rüsselhöhe gekürzt, und wo dies Gewalt erforderte, auch unter Einsatz der immensen Power, die so ein Elefant eben entwickeln kann.
Und trotzdem ist es auf Grund der immensen Ausmasse des Parks von immerhin fast 12.000 Quadratkilometern gar nicht einmal so sicher, auch schnell und bequem und sofort zumindest einige der raren Riesen zu Gesicht zu bekommen.
Wir haben allerdings Glück. Schon nach einigen Minuten treffen wir auf zwei stattliche Bullen, direkt an und neben der Piste. Sie sind, wen wundert es bei einem Nahrungsbedarf von 300 Kilo Futter am Tag, bei ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Gärtnern zum Zweck der Magenfüllung. Äste knacken, werden abgerissen, geschüttelt und zerkaut. Auf Grund der dürren Vegetation eine eher trockene Angelegenheit.
Eigentlich eine ganz relaxte Angelegenheit. Trotzdem ist unser Fahrer, Rachid, eher unruhig. Auf Grund der hohe Zahl der Elefanten im Park ist es unmöglich, sie alle auch nur annähernd zu kennen und eine sichere Prognose abzugeben, wie sie sich zwei Momente später verhalten werden. Es ist also nicht ausgeschlossen, auch einmal auf ein aggressives Exemplar zu treffen.
Doch unsere beiden bleiben cool und es fällt vor allem auf, dass sie zu den roten Elefanten gehören, zu denjenigen, die sich regelmässig und genüsslich mit dem roten Laterit-Sand des Tsavo East bestäuben, um sich vor Sonne und insektischen Quälgeistern zu schützen.
Ebenfalls regelmässig trifft man im Tsavo East auf Dik-Diks, die kleinste Antilopenart, und ansonsten immer scheu und schwer zu sehen. Doch nicht hier. Wie gesagt, sie stehen wie die Strassenpfosten hierzulande neben der Piste und lassen sich ab und an auch in voller Schönheit und ausgiebig betrachten.
Einfach nur SÜSS!
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Dik Diks leben pärchenweise und benötigen in der Regel keine Wasserstellen, lieben aber die offene Nähe zur Piste
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Und immer schön als Pärchen. Was den Dik-Diks hier zugute kommt ist die Tatsache, dass sie nicht ständig eine Wasserstelle zum trinken brauchen, sondern ihre benötigte tägliche Flüssigkeitsmenge aus der von ihnen aufgenommenen Pflanzennahrung gewinnen können.
Auch wenn das Wasser hier in diesem Teil des Nationalparks eigentlich keine Mangelware ist.
Hier fliesst mit dem Galana River Kenias grösster Fluss hindurch. 600 Kilometer hat er endlich hinter sich, bevor er, vom Mount Kenia kommend, im Indischen Ozean mündet.
Wir setzen die Fahrt fort, vorbei an zahlreichen Grant-Gazellen und Impalas, an Giraffen und Zebras, an Straussen, Kudus und Wasserböcken. Im Prinzip sieht man viel von der Tierwelt Afrikas, im Tsavo East, aber man muss dazu eben einiges an Kilometern zurücklegen, denn die Fauna hat sich relativ weit aufgestreut.
Und dann taucht noch eine echte Rarität auf: Die Gerenuk-Antilope, auch Giraffenhals-Gazelle genannt. Mit ihrem namensgebenden, relativ langen Hals hat sie sich eine weitere ökologische Nische erschlossen, sich einen Nahrungsvorteil verschafft und kann Blätter abweiden, die für andere Antilopen höhenmässig ausser Reichweite sind.
Und wenn es das Futter erfordert, stellen sich die Gerenuks zudem noch auf ihre Hinterbeine und erheben sich dadurch nochmals recht deutlich in luftige Höhen...
Die Tsavo East Nationalpark-Galerie. Klicken Sie bitte unten auf das Vorschaubild...
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Löwin...
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Kaffernbüffel....
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Termiten-Bau...
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Gerenuks...
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Dik Dik...
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