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AFRIKA aktuell - Das Online Tourismus Magazin für Süd-Ost-Afrika
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Kenia
Warzenschweine am Buffet
von Henry Jedelsky, Reisejournalist
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Henry Jedelsky ist erfahrener Reisejournalist und Afrika-Experte. Kontakt: Website
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Sie mögen keine lärmenden Touristenhorden in grellbunten Trainingsanzügen? Sie drängen sich nicht gerne in einem knallvollen Safaribus? Sie möchten das Löwenrudel nicht mit zwanzig anderen Autos teilen?
Dann habe ich den richtigen Platz im Westen Kenyas für Sie. In den Weiten der afrikanischen Savanne, in der Masai Mara, zwischen dem Marafluss und einem kleinen See liegt ein kleines Paradies: das Little Governor's Camp.
Die nur 17 Zelte garantieren Ruhe, bieten aber auch überraschend hohen Komfort mit Terrasse, bequemen Betten und einem großen, direkt anschließendem Toilettezelt, das über Warmwasser, Dusche und WC verfügt. Zu den 'kleinen Bequemlichkeiten' zählt, daß auf Wunsch eine Wärmeflasche gegen kühle Nächte erhältlich ist.
Elektrischen Strom gibt es nur bei der Reception für ihre Videokameras, in den Zelten zeigen Gas- und Petroleumlampen, daß man auch mit diesem Licht hervorragend auskommen kann. Wie überhaupt sehr viel im Little Governors Camp zeigt, daß man hier mit der Natur geht und nur Gast in dieser Wildnis ist. Keine Spur von hingeklotztem Luxus, wie er in manchen Gegenden Afrikas leider Mode geworden ist.
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Bei Schönwetter werden Frühstück und Mittagessen im Freien eingenommen, da kommt es schon einmal vor, daß Warzenschweine oder Elefanten am Buffet vorbeischauen.
Wer seine Pirschfahrt einmal auf längere Zeit ausdehnen will, der kann ein Buschfrühstück bestellen, bei dem man dann wirklich draußen 'in der freien Wildbahn' seinen Frühstückskaffee genießen kann.
Das köstliche Abendessen wird im Messezelt zum eleganten Diner, ein Drink und Geplauder am romantischen Lagerfeuer beschließen einen erlebnisreichen Tag, der fast übergangslos einer afrikanischen Nacht mit ihren vielfältigen Tierstimmen weicht.
Nur allzu bald bringt der afrikanische Boy den berühmten 'early morning tea' ins Zelt und zündet die Gaslampen an, damit man sich zur ersten Frühpirsch bereit machen kann.
Die täglichen Pirschfahrten, die 'game drives', werden meist frühmorgens, vormittags und nachmittags oder auf individuellen Wunsch durchgeführt. Dazu steht ein erfahrener Führer mit einem speziellen Geländewagen bereit. Er kennt die bevorzugten Aufenthaltsorte der Löwen, der Geparden und der Leoparden in der Umgebung. Er weiß genau, wann die Elefanten zum Sumpf ziehen, wo die Giraffen mit ihren Jungen äsen und wo sich die Nilpferde neben den Riesenkrokodilen suhlen.
Er entdeckt die gesuchten Tiere meist lange bevor Sie sie bemerken und er erzählt gerne von ihrem Verhalten, ihren Vorlieben und Eigenheiten. Die jahrelangen, täglichen Erfahrungen, von der diese einheimischen Fahrer berichten, beeindrucken jeden Besucher.
In den Umfragen, die große internationale Reisemagazine jährlich unter ihren Lesern veranstalten, liegt das Little Governors Camp immer ganz vorne. Zuletzt wählten die Leser von Condé Nast Traveller das Little Governors Camp an die 4. Stelle der afrikanischen Resorts und reihten es gleichzeitig an die 45. Stelle der besten Hotels und Camps weltweit. Der Preis ist nicht billig. Aber die Qualität, der wirklich hohe Standard und das allgegenwärtige Naturerlebnis sind hier keine Kulisse, sondern Safari-Erlebnis für alle, die das Herz Afrikas und seine Würde noch schätzen.
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