La Reunion Reise Reportagen

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AFRIKA aktuell - Das Tourismus Magazin für Reisen nach Süd Ost Afrika und La Reunion im Indischen Ozean
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Unterwegs auf La Réunion Kurven, Berge, Wasserfälle - Die Fahrt hinauf zum Cirque de Salazie
von Ludwig Schadhauser, Publisher AFRIKA aktuell
Wer nach La Réunion kommt, sollte hohe Berge und Serpentinen lieben. Eine schöne Strecke ist bereits die D48 hinauf zum Cirque de Salazie, einem der drei Bergkessel, die sich um den Piton des Neiges, den höchsten Vulkan der Insel herum befinden.
Nachdem der Anschlussflug von Mauritius kommend morgens war, ist es früher Vormittag und die Sonne scheint in vollster Pracht. Erst gegen Mittag gewinnen die Wolken regelmässig die Oberhand, die von den Passatwinden, dem Alizé, übers Meer getrieben werden und sich an den hohen Berggipfeln stauen.
Doch momentan herrscht eben freie Sicht und dies erlaubt faszinierende Blicke die fast senkrechten Felswände hinauf, die das Tal des Rivière du Mat begrenzen. Dieser ist mit seinen 35 Kilometern Länge im übrigen der längste Wasserlauf der Insel.
Die Strasse schlängelt sich rechterhand des Flussbettes ins Tal hinein und dann die Hänge hinauf. Wir teilen sie regelmässig mit Rennrad- oder Mountainbike-Fahrern, die hier ihrem schweisstreibenden Hobby nachgehen, beziehungsweise -treten.
Auch der eine oder andere Bergwanderer nutzt hier noch die geteerte Fahrbahn. Immer wieder stürzen Wasserkaskaden von den Felswänden, einmal direkt auf die Fahrbahn, was uns unerwartet den Scheibenwischer des Mietwagens suchen lässt.
Einige schöne Kurven und Serpentinen später erreichen wir auf 470 Metern Höhe den Ort Salazie, der dem viel weiter oben liegenden Bergkessel seinen Namen gab.
Salazie wurde bereits 1834 gegründet, Ausdruck der beginnenden Besiedelung des Flusstales sowie des Cirque de Salazie durch weisse Farmer, die hier ihre Parzellen erhielten und sich mit Obst- und Gemüseanbau versuchten.
Salazie hat im Reiseführer keine besonders gute Kritik, doch wir entdecken eine nette Kirche, eine kleine Mairie, wie immer mit Springbrunnen davor und einen französisch anmutenden Vorplatz mit schattigen Bäumen, Bänken, Sandboden, auf dem wohl gegen Abend die Boule-Steine gezielt platziert werden und mit genug Atmosphäre, sich eine Viertelstunde hinzusetzen und zu relaxen.
Kurz nach Salazie folgen dann die Brautschleier-Kaskaden, die Cascades du Voile de la Mariée, auf Grund der schönen Vormittagssonne von ganz oben kommend zu sehen.
Es gibt in etwa 4-5 Parkplätze in einer kleinen Strassenbucht und wenn man kein Glück hat, muss man einige Minuten warten, bis wieder etwas frei wird. Die Fälle sind eben DIE Attraktion auf dieser Wegstrecke und bei Einheimischen genauso gefragt wie bei Touristen.
Gut ausgeruht gehen wir wieder auf die D48, die jetzt ihren höchsten Spassfaktor entwickelt. Spitzkehren, Serpentinen, es geht steil bergauf. Zusammen mit dem einzigartigen Bergpanorama ein tolles Erlebnis!
Und was noch schwerer vorstellbar ist, man kämpft sich die Aussenwand dieser Bergschüssel hoch und erwartet nicht, in diesen Höhen später noch eine nennenswerte Zivilisation anzutreffen.
Alles macht einen sehr abgelegenen und abgeschiedenen Eindruck.
Doch plötzlich fährt man in eine kleine aber echte Stadt hinein, die im Bergkessel liegt, Hell-Bourg ist erreicht, und in ihm unser Etappenziel, das Hotel Relais des Cimes, das am Ende der Hauptstrasse im Ortskern liegt, und sich immerhin auf 960 Metern Höhe befindet.
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