La Reunion Reise Reportagen


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La Reunion Reisen

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AFRIKA aktuell - Das Tourismus Magazin für Reisen nach Süd Ost Afrika und La Reunion im Indischen Ozean


Unterwegs auf La Réunion
Zurück vom Cirque de Salazie: Inseldurchquerung von Ost nach West
von Ludwig Schadhauser, Publisher AFRIKA aktuell



Fahren durch La Reunion

Zurück vom Cirque de Salazie, die D48 wieder hinab ins Tal, zurück auf die N2. Auch wenn die Autobahn 2spurig ist, so zeigt sich doch die Polizei als präsent und man sollte es bei den 110 km/h Höchstgeschwindigkeit belassen, die teilweise bis auf 80 km/h reduziert ist. Zeit genug, sich bei diesem Tempo einmal dem herrlichen Meerblick links zu widmen. Hier unten auf Meereshöhe ist es zudem herrlich warm. Wer gern bei offenem Fenster fährt und dabei den linken Arm in der Sonne hat: Eincremen, mit einem Schutzfaktor so um die LSF 20.

Gemütlich geht es Richtung St. Benoit, dem Verteiler in Richtung Inselinneres. Doch schon bei der ersten Tankstelle, die wir passieren, werden wir stutzig: Es ist Sonntag und da geht etwas vor sich, was dort eigentlich – so steht es jedenfalls in unserem Reiseführer – nicht sein dürfte. Sie hat geöffnet! Nun gut, wir haben die berühmte Ausnahme gleich zu Beginn angetroffen. Allerdings sind auch die nächsten 12 bis 15 Tankstellen, die wir auf unseren heutigen 120 Tageskilometern passieren, geöffnet. Und stark frequentiert. Offensichtlich: Es ist Sonntag, und der Reiseführer irrt. Die Einheimischen machen ihre Picknick-Ausflüge, und dazu zählt als beliebtes Ziel hier in dieser Ecke vor allem der Piton de la Fournaise, der bis zu 2077 Meter hohe zweite und noch aktive Vulkan der Insel.

Keine Angst, das einzige, was wirklich passiert, wenn er ausbrechen sollte, sind kilometerlange Verkehrsstaus, denn dann ist die ganze Insel unterwegs, um diesem Naturschauspiel beizuwohnen. Denn der Piton de la Fournaise ist ein guter Vulkan, ein sogenannter roter, oder auch basaltischer Vulkan, und wenn er denn einmal Lava spuckt, dann ist diese flüssig genug, um problemlos und explosionsfrei zu entweichen und einfach nur ein tolles Szenario zu bieten.

Wie dem auch immer sei: Er bleibt inaktiv und hinter dichten Wolken verborgen, wie ab Mittag im Inselinneren von La Réunion eben so üblich. Es ist sowieso schöner, ohne Stau zu fahren.

Auch ohne Vulkan bietet die N3, die wir kurz hinter St. Benoit genommen haben und die die Insel praktisch mitten durch schneidet, jede Menge Impressionen und Fahrspass. Sie steigt steil an, und die gut ausgebauten Serpentinen aufwärts zu nehmen, bereitet jede Menge Vergnügen. Ein Tipp: Warten Sie nicht auf den sogenannten Aussichtspunkt Col de Bellevue auf 1606 Metern Höhe, schon ein paar Kilometer vorher gibt es immer wieder die Chance, einen tollen Ausblick hinunter auf die Ostküste zu geniessen, kleine Strassenbuchten bieten immer wieder die Möglichkeit, kurz zu stoppen.

Wir überqueren das Hochplateau und schlängeln uns strassenmässig gen Westen hinab, wieder in Richtung Küste, Richtung St. Pierre. Dabei wird eines ganz deutlich: Auf dieser Seite der Insel, der geografisch mehr geschützten nämlich, ist La Réunion wesentlich dichter besiedelt. Und noch eines wird mehr als deutlich. Heute ist, wie bereits erwähnt, Sonntag und nach französischer Tradition widmet sich jetzt um die Mittagszeit alles auch dem französischen Nationalsport. Man macht Picknick. Neben der Strasse, im Feld, unter jedem Baum der frei ist oder war und natürlich auch vor allem an all den Rastplätzen und Grillstellen, die am Wegesrand liegen.

Wir finden es sehr sympathisch, die Strasse fast für uns zu haben, und wünschen auf dem Weg zum Cirque de Cilaos allen einen Guten Appetit...



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