La Reunion Reise Reportagen


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La Reunion Reisen

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AFRIKA aktuell - Das Tourismus Magazin für Reisen nach Süd Ost Afrika und La Reunion im Indischen Ozean


Unterwegs auf La Réunion
Leben an der Quelle: Das Städtchen Cilaos
von Ludwig Schadhauser, Publisher AFRIKA aktuell


Cilaos auf La Reunion

Ein Vulkan ist ja im Prinzip auch ein geothermischer Ofen. Und in Verbindung mit Wasser ist es sehr wahrscheinlich, dass irgendwo heisse Thermal und Mineralquellen sprudeln. Und das Inselinnere von La Réunion ist reich an Niederschlägen.

Trotzdem wurden die Quellen von Cilaos eher zufällig entdeckt, und dies in etwa während der napoleonischen Zeit herum. Es soll ein Hirte auf der Suche nach Wasser für seine Ziegen gewesen sein...

Wie dem auch sei, mit zunehmendem Kenntnisstand der Medizin über die heilende Wirkung dieser Quellen entwickelte sich Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts ein echter Bädertourismus hier in Cilaos. Als Kurort trat die Stadt dann mit der Errichtung der ersten Thermen im Jahr 1896 in Erscheinung.

Heute speisen die Quellen mit in etwa 10.000 Litern pro Stunde das moderne Kurzentrum Irénée Accot, das in seiner heutigen Form 1987 eröffnet wurde und das sehr malerisch neben der Kirche am Fusse des Piton des Neiges liegt.

Was gibt es noch über Cilaos zu erzählen? Es hat einen kleinen netten Ortskern, dort findet sich ein Touristen-Informationszentrum, das über die Freizeit- und vor allem die fantastischen Wander- und Trekkingmöglichkeiten Auskunft gibt. Wer wandern möchte, profitiert auch vom sehr angenehmen und milden Klima, und die sengende Tropensonne, die theoretisch hier vom Himmel scheinen würde, wird zumeist ab Spätvormittag und Mittag durch die aufziehenden Wolken gemildert.

In Cilaos ist man auf Familien mit Kindern genauso gut eingestellt wie auf Senioren, es gibt Wanderungen und Routen in allen Schwierigkeitsgraden, natürlich auch Mehrtagestouren für Trekking-Freaks.

Nahe der bereits erwähnten Touristeninformation und der auch schon genannten Kirche, in der Mann auf ein Gemälde mit dem Papst darauf trifft, beginnt die kleine Hauptstrasse von Cilaos. Es gibt das eine oder andere nette Restaurant, Cafe-Bars und Teestuben, Schaufenster reiht sich an Schaufenster, es gibt Läden und Souvenirshops. Und natürlich die Mairie, das Rathaus mit dem unvermeidlichen Springbrunnen davor. Diesmal ziert diesen sogar ein Denkmal: Ein früher Siedler zieht seinen Handwagen gen neue Heimat, den Arm aufs Ziel ausgestreckt und im Gepäck die schon erwähnten Isabella-Trauben.

Alles ist bequem und auch zu Fuss zu erreichen, etwa vom Hotel aus, wie dem Le Vieux Cep Hotel.

Ab 1840 wurden hier Landbau-Konzessionen an weisse Kleinbauern verteilt, und die Cilaos-Linsen sind auch heute noch fester Bestandteil der kreolischen Küche und auf jeder Speisekarte zu finden, hier oben natürlich besonders.

Und derart gestärkt freuen wir uns vereits auf die 400 Kurven zurück ins Tal, von wo aus wir an die Westküste von La Reunion wollen...

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