Lesotho Safaris
Lesotho Liphofung
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AFRIKA aktuell - Das Lesotho Liphofung Reisen, Urlaub und Tourismus Magazin für Süd-Ost-Afrika

Lesotho Reisen und Urlaub

Ein Abstecher in Lesothos Geschichte: Die Liphofung Caves...
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell

Lesotho Liphofung

König zweier Welten....


Lesotho beginnt zunehmend, seine durchaus vorhandenen touristischen Möglichkeiten zu entdecken.

Auch wenn der Weg zu einer vorbildlichen Infrastruktur weit war - unzählige Experten haben das Land bereist und ungezählte Reports verfasst - und von Perfektion wohl auch noch ein Stück weit weg ist.

Eines der Projekte, das in jüngster Zeit realisiert wurde und ansprechend gestaltet worden ist, ist das - auch auf den zweiten Versuch schwierig auszusprechende Liphofung (Li spricht sich D).

Im Prinzip besteht die Site aus zwei Teilen: Den neu gebauten Hütten, die ein Museum beherbergen, in denen man der Basotho-Kultur nahe kommt, und in denen man auch übernachten kann. Diese liegen oben auf den Felsen. Und dem archaeologisch bedeutsamen Teil, der sich unten im aus dem Sandstein ausgewaschenen kleinen Flusslauf befindet.

Das Wasser hat sich in Jahrtausenden in das relativ weiche Gestein eingefräst und dort Überhänge und Einbuchtungen geschaffen, ein ideales Versteck.

Denn neben frischem, fliessenden Wasser, das hier reichlich vorhanden ist und sich teils mit wichtigen Mineralien aus den Felsen anreichert, waren die San hier im wahrsten Sinne des Wortes auch vom ebenen Erdboden verschwunden!

Kein Wunder: Nach der Wiederentdeckung und bereits bei den ersten Erkundungen stiess man auf Feslzeichnungen der Buschmänner (San), die hier als Nomaden regelmässig Station machten. Wahrscheinlich war es ein Heiligtum der San, an dem rituelle Tänze stattfanden.

Denn Liphofung bedeutet Eland. Und diese grösste aller Antilopen nimmt in der San-Mythologie eine herausragende Position ein. Sie besitzt als einzige Art eine nahrhafte Fettschicht, war also von unschätzbarem praktischen Nutzen.

Und während der Tanzzeremonien nahmen die Schamanen der Buschmänner in ihrem Trance-Zustand in der Mythologie die Gestalt des Eland an, und flog davon, um den Rat der Verstorbenen und Weisen der San zu erlangen...

Auch die jüngere Geschichte und somit die Entstehung und der Aufstieg der Basotho ist dokumentiert.

Sie ist eng mit dem Namen Moshoeshoe I verbunden. Er einte die Nation, integrierte ins Hochland flüchtende Stämme, die sich vor Shaka Zulu, der im Tiefland sein Herrschaftsgebiet stark expandierte und dabei nicht zimperlich vorging, reissaus nahmen. Die Bevölkerungszahl in den Drakensbergen stieg von ca. 25.000 im Jahr 1836 auf 80.000 in 1848!

Moshoeshoe gehörte dem Clan der Krokodile an, der Sippe die die Herrschenden stellt. Bemerkenswert: In Lesotho finden sich keine Krokodile, Klima und Biotope sind für sie nicht geeignet. Dies ist also auch Indiz dafür, das die ursprüngliche Basotho selbst auch aus anderen Gebieten Afrikas in die Berge hinaufwanderten.

Lesotho Liphofung

Oben das Cultural Village, unten das gut versteckte Tal der San....

Der letzte San verstarb übrigens 1879..., die komplette Verdrängung der Buschmänner aus dem Hochland war Tatsache geworden.

Vieles, was über die Lebensweise der San heute noch bekannt ist, basiert übrigens auf Interviews, die der deutsche Sprachforscher Wilhelm Bleck um 1850 mit inhaftierten San (sie verstanden den Begriff Eigentum hinsichtlich des Viehs nicht, ein prinzipielles kulturelles Problem des Nomadenvolkes mit den sesshaften Bauern und ersten europäischen Siedlern) durchführte.

In den angrenzenden Hütten kann man sich über die traditionelle Lebensweise informieren und sich diese hautnah und zum Anfassen demonstrieren lassen.

Interessanterweise lebten die Basotho nämlich nicht in einer einzigen Hütte, sondern bauten mehrere davon für die unterschiedlichsten Anforderungen ihres Alltags: Ein Küche, ein Wohnraum, ein Schlafzimmer..., ein wichtiger Einblick ins Leben der Sotho für uns 1st World Touristen.







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