Madagaskar Reise Veranstalter

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Madagaskar Reiseveranstalter
Reisen bei Experten buchen! Lohnt sich diese Spezialisierung im allgemeinen und vor allem für den buchungswilligen und dabei doch preisbewussten User? Afrika aktuell fragte bei Wolfgang Därr von Trauminsel Reisen nach...
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Wolfgang Därr von Tauminsel Reisen ist auf Madagaskar spezialisiert.
Sein Team und er planen gern den perfekten Urlaub für Sie
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Afrika aktuell: Für wen, also für welche Zielgruppe eignet sich aus Ihrer Sicht als Madagaskar Reiseveranstalter die Insel besonders?
Wolfgang Därr: Obwohl der Name der Insel sehr bekannt ist, weiss eigentlich niemand, was ihn bei einer Reise in dieses Land erwartet.
Nur wer das erträgt, nur wer eine Reise als ein Abenteuer betrachtet, sollte Madagaskar bereisen. Auf die Seychellen reist man, um für ein paar Wochen die tropische "Südseelandschaft" und die schönsten Strände der Welt zu genießen, nach Mauritius wegen der hervorragenden Hotels und nach La Réunion wegen der Kombination aus urtümlicher Bergwelt und südfranzösisch-turbulentem Strandleben.
Aber warum nach Madagaskar? Das muss jeder für sich selbst herausfinden: Wegen tropischer Palmenstrände? OK ! Nosy Be, Nosy Boraha (Ste. Marie), Toamasina (Tamatave), Sambava, Morondava, Tsara Banjina, Nosy Iranja - hier überall findet man sie.
Wegen trockener Wüstenlandschaften mit einmaliger Fauna und Flora? Ja! Der Süden das Landes ist von großen Flüssen durchzogene Steppe und Wüste mit einer Trockenvegetation die einmalig auf der Welt ist.
Wegen der Lemuren? Klar, denn sie gibt es hier und nur hier in freier Wildbahn zu sehen!
Wegen der einmaligen kulturellen Mischung aus vor 1000 Jahren eingewanderten Südostasiaten und Afrikanern, die heute die gleiche Sprache sprechen, die gleiche Religion haben und deren Kultur weder afrikanisch noch asiatisch, sondern madagassisch ist? Auch das kann alleine ausreichen viele Wochen und Monate in diesem Land zu verbringen und ein unerwartetes Erlebnis an das nächste zu reihen.
Nur eines ist sicher: Madagaskar wird die bestehenden Vorurteile nicht bestätigen, das Land ist anders.
Afrika aktuell: Was fällt Ihnen als Kenner noch spontan zu Madagaskar ein?
Wolfgang Därr: Ich kenne kein anderes Land außerhalb Europas in dem man sich zugleich so "akzeptiert" in seiner europäischen Fremdartigkeit und doch so fremd in einer völlig anderen Welt fühlt. Hier wird deutlich wer der "Ausländer" ist - aber in einer für den Reisenden sehr angenehmen Art und Weise!
Afrika aktuell: Welche persönlichen Erfahrungen verbinden Sie mit der Destination?
Wolfgang Därr: Ich stelle auf meinen Reisen durch Madagaskar immer wieder fest, dass die Dinge nicht so sind wie ich bisher glaubte. Mal kam ich zu der Überzeugung, dass die Menschen "arm" sind, bis ich feststellen musste, dass ein Madagasse sich als "reich" empfindet und von seinen Freunden, Bekannten auch so gesehen und behandelt wird, wenn er eine Rinderherde von 20 oder mehr Stück besitzt. Und das tun nicht wenige.
Mal meine ich, dass Madagassen ganz anders denken als wir Europäer und treffe dann auf Gesprächspartner die ebenso nüchtern und rational denken wie wir - und gleichzeitig von der Gegenwart der Ahnen in ihrem täglichen Leben und deren gewaltigen Einfluss auf ihr Leben überzeugt sind.
Wer Madagaskar und die Madagassen ernst nimmt, wird klüger zurückkommen als er abgereist ist.
Afrika aktuell: Welche Insider-Tipps würden Sie zu Madagaskar aus Ihrer Sicht noch geben?
Wolfgang Därr: Die madagassische Religion ist ein Geflecht aus Lebensweisheiten, philosophischen Gedanken, Moralregeln und einfachen Ge- und Verboten für den täglichen Hausgebrauch, das für uns Europäer nicht durchschaubar ist.
Selbst für Madagassen ist es schwer zu wissen, welche Ge- oder Verbote in einem Teil ihres Landes zu respektieren sind, der mehr als 100 km von ihrem Heimatort entfernt ist. Aber sie haben den Vorteil sich in ihrer Muttersprache informieren zu können und das tun sie auch. Wer fern der Heimat ist, unterhält sich mit einem Landsmann, um zu erfahren, wo die "Fadys" (religiöse Verbote und Gebote) versteckt sein könnten.
Als europäischer Reisender hat man diese Möglichkeit nur eingeschränkt und deshalb sollte man sich - konsequenter als anderswo - so verhalten sollte wie es die Einheimischen tun. Besonderen Respekt aber sollte man Grabstätten entgegenbringen, denn sie sind fast immer religiöse Stätten mit einer ähnlichen Bedeutung wie Kirchen für Christen.
Man sollte um Erlaubnis bitten, bevor man sich ihnen nähert oder sie gar fotografiert.
Afrika aktuell: Nun haben Sie uns ja so einiges über Madagaskar erzählt, aber, wer ist eigentlich Trauminsel-Reisen?
Wolfgang Därr: Nach dem Jura-Studium gönnte ich mir eine juristische Auszeit und baute mit meinem Bruder Klaus und meiner Schwägering Erika, den "Därr's Expeditionsservice" auf.
Ich verlegte Reiseführer (Globetraveller Reiseführer) und verhandelte mit Autoren. Bis mich selbst die Sehnsucht ergriff, bisher unbekannte Tourismusgegenden zu rechechieren und in einem Reiseführer darzustellen.
Madagaskar war prädestiniert dafür, denn niemad wusste Anfang der 80er Jahre etwas über dieses Land, es gab keine Reiseführer, nur das Lied "Wir lagen...".
Um das Buch auch verkaufbar zu machen reiste ich ein halbes Jahr durch Madagaskar, auf die Seychellen, nach Mauritius und nach La Réunion sowie auf die Komoren. 1982 schrieb und verlegte ich dann das erste "Reisehandbuch zu den Inseln des westlichen Indischen Ozens". Als mich ein Jahr später der Du Mont Verlag fragte, ob ich einen Reiseführer zu den Seychellen für ihn schreiben möchte, sagte ich spontan ja und reiste 3 Monate dorthin - und lernte dort meine jetzige Frau Maisie kennen.
Durch die Bücher angeregt, riefen mehr und mehr Menschen bei uns an und baten meine Frau und mich um Rat vor der Reise. Das Telefon klingelte sogar um Mitternacht, weil jemand wissen wollte, ob das Hotel "xy" empfehlenswert sei. Und sie fanden vor allem die Antworten der einheimischen Maisie überzeugend.
"Wenn schon, dann richtig", sagten wir uns und gründeten 1984 "Trauminsel Reisen, Maisie und Wolfgang Därr GmbH" den ersten Reiseveranstalter Deutschlands, der sich auf die Inseln des westlichen Indischen Ozeans spezialisierte. Heute sind wir nicht mehr der Einzige, aber größte und sicher der erfahrenste. Ich arbeitete damals schon ein paar Jahre als Rechtsanwalt (Spezialisiert auf Film-Urheberrecht), Maisie baute die Reiseveranstaltung auf. Anfang der 90er Jahre wurde uns das zu viel und ich entschied mich, fulltime bei Trauminsel Reisen einzusteigen.
Und ich habe weiterhin mein Hobby, das Schreiben von Reiseführern über die Inseln des Indischen Ozeans. Momentan gibt es 5 verschiedene davon. 3 sind in der Reihe "Du Mont Richtig Reisen" erschienen (Seychellen, Mauritius, Madagaskar), einer in der Taschenbuchreihe des gleichen Verlags (Malediven). Ein weiteres Buch wurde in der "Reise Know How Serie" (Madagaskar / Komoren) verlegt, in der noch dieses Jahr ein zweites Buch erscheinen wird (Mauritius / La Réunion). Daneben verfasse ich kürze Artikel für Reisezeitschriften, und in "Destinationsspecials". Den HB-Bildatlas zu den Insel des westlichen Indischen Ozeans habe ich komplett geschrieben, für das entsprechende Special von Geo Saison habe ich Teile geschrieben und ein "Merian" zu dieser Region ist in Vorbereitung.
Afrika aktuell: Was für Vorteile hat man, wenn man via Trauminsel-Reisen bucht?
Wolfgang Därr: Der wichtigste Vorteil einer Buchung bei Trauminsel Reisen ist die Kompetenz der Beratung. Ein weiterer Vorteil sind unsere Prospekte, die mit zusammen fast 200 Seiten (Seychellen, Mauritius, Madagaskar und "Island Dreams") schon kleine Reiseführer sind und in denen alle "FAQs" in anschaulicher Weise beantwortet werden. Auch ist es für den Gast ein grosser Vorteil, dass alle touristischen Unternehmen Trauminsel Reisen und unsere Zuverlässigkeit seit fast 2 Jahrzehnten kennen. Das erleichtert uns und unseren Gästen vieles. Unsere Programme sind auch nicht auf "Standardreisen" beschränkt, sondern wir bieten alles an, was machbar und sinnvoll ist. Nur zu teure Hotels hinsichtlich der Leistung bieten wir nicht an und zu unsichere Reisen organisieren wir ebenfalls nicht. Besonders für Madagaskar möchten immer wieder Gäste Reisen von uns organisiert bekommen, die mit für uns zu grosser Wahrscheinlichkeit nicht korrekt und problemlos durchgeführt werden könnten.
Afrika aktuell: Wie kam es zur Spezialisierung auf die Trauminseln im Indischen Ozean?
Wolfgang Därr: Mit 2.500 Gästen pro Jahr, hat man immer wieder solche, die beim nächsten Mal eine andere Region der Welt kennen lernen möchten. Wir haben dennoch der Versuchung widerstanden, uns zum "Spezialisten für die ganze Welt" zu entwickeln. Viele Beispiele (und Pleiten) der Veranstalterbranche der vergangenen Jahre beweisen, dass das nicht gut gehen kann. Entweder man ist "Spezialist", dann weiß man "Alles" über (fast) "Nichts" oder man ist Generalist und weiß (fast) "Nichts" über "Alles". Einen Kompromiss gibt zwischen beiden Polen gibt es nicht. Daher bleiben wir "Der Spezialist für den Indischen Ozean".
Afrika aktuell: Geben Sie uns bitte doch noch ein paar Angaben zur Zahl Ihrer Kunden, ein paar Ihrer Business-Statistiken und welche Ziele sind am meisten bei Ihnen gefragt.
Wolfgang Därr: Heute haben wir 10 Mitarbeiter(innen) mit etwa 2.500 Gästen pro Jahr und sind damit gut beschäftigt. Maisie und ich behalten den Überblick über alle Länder des westlichen Indischen Ozeans, Mitarbeiter(innen) spezialisieren sich auf jeweils eine oder zwei Inseln, um kompetent und vor allem aus eigener Erfahrung sprechen zu können. Sie reisen auf die Inseln und verbringen dort auch Urlaub.
Aus Preisgründen stagnieren momentan die Besucherzahlen zu den Seychellen. Die Tourismuspolitik der Seychellen setzt sehr effektiv auf "Klasse statt Masse". Dennoch machen die Seychellen-Reisenden nach wie vor über 50 % der von uns organisierten Reisen aus.
Die Komoren und Madagaskar sind leider vorrübergehend wenig populär. Beide haben herrliche Natur, wunderbare Strände und eine einmalig freundliche Bevölkerung, die Reisende als gern gesehene Gäste betrachtet. Doch nachdem die dortigen politischen Probleme seit einigen Monaten überwunden sind, wird die Erholung nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Mauritius und La Réunion haben mit zusammen 35 % die zweitgrößte Bedeutung für unsere Gäste. Und unsere "Island Dreams", sind stark im Kommen. Unter diesem Namen haben wir in einem eigenen Prospekt die schönsten kleinen Luxushotels auf tropischen Trauminseln zusammengefaßt.
Die meisten von ihnen stehen auf den Seychellen, auf Mauritius und auf Madagaskar. Doch auf so aussergewöhnliche kleine Spitzenhotels die Oberois auf Bali und Lombok, das Matahari Beach auf Bali, das Sandy Lane auf Barbados, das Anse Chastanet auf St. Lucia, das Pangkor Laut in Malaysia, das Little Dix Bay auf den British Virgin Islands und das Spice Island Beach auf Grenada wollten wir nicht verzichten.
Das ist zawr ein kleiner Verstoss gegen unser Versprechen "Der Spezialist für den Indischen Ozean" zu bleiben. Aber diese Hotels sind einfach so schön und so speziell, dass wir sie nicht weglassen können und wollen. Ein bisschen ja sind wir in den vergangenen 20 Jahren auch zum Spezialisten für "Natürlichen Luxus auf den schönsten tropischen Trauminseln" geworden.
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