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Malawi, das warme Herz Afrikas, öffnet sich zunehmend dem internationalen Tourismus. Und hat einiges zu bieten, wie Catherine Mungoni vom Malawi Tourist Office in London gegenüber AFRIKA aktuell erklärte...

Catherine Mungoni Malawi Tourist Office

Catherine Mungoni,
Manager UK&Europe,
Malawi Tourist Office

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AFRIKA aktuell: Wie viele Touristen besuchen Malawi pro Jahr?

Catherine Mungoni: Momentan kommen in etwa 289.000 Besucher aus der ganzen Welt in unser Land. Der Trend ist dabei zunehmend, die Zahlen steigen also an.

Aus dem deutschsprachigen Raum, also aus Deutschland, aus Österreich und der Schweiz reisen nach wie vor knapp 6.000 Touristen nach Malawi.


AFRIKA aktuell: Liegt das auch an der etwas schwierigen Anreise?

Catherine Mungoni: Nun gut, es gibt zur Zeit keinen Direktflug aus Deutschland nach Malawi. Als Tourist kann man aber problemlos z.B. mit South African Airways täglich oder genauer über Nacht nach Johannesburg fliegen und von dort aus mit Air Malawi Anschlussflüge nach Lilongwe oder Blantyre nehmen, und schon ist man in Malawi!

Alternativ geht es via Kenia oder beispielsweise einmal wöchentlich mit Birtish Airways direkt ab London. Was man noch wissen muss: Es gibt innerhalb Malawis Inlands-Abflugsteuern in Höhe von in etwa 1 bis 2 Euro. Und die internationale Abfluggebühr beträgt 30 US-Dollar.


AFRIKA aktuell: Die Anreise haben wir also geklärt, wie sieht es mit der Einreise und den dazu nötigen Bestimmungen aus?

Catherine Mungoni: Auch hier geht alles sehr einfach. Deutsche Touristen erhalten ein kostenfreies Visum für bis zu 3 Monate Aufenthalt. Leider betragen die Visa-Gebühren für Bürger Österreichs und der Schweiz noch 70 Euro. Aber wir arbeiten an einer drastischen Verbesserung!


AFRIKA aktuell: Gut! Und wann soll man reisen, und wo die drei Monate Visa-Zeit verbringen?

Catherine Mungoni: Schön wäre es. Leider bleiben Touristen, die in kleinen Gruppen reisen und Malawi mit anderen Nationen kombinieren, nur knapp 8 Tage im Land. Ansonsten liegt die Aufenthaltsdauer im Schnitt bei 14 Tagen. Die beste Reisezeit ist, pauschal ausgedrückt, von Mai bis November, während der Trockenzeit. Wer ins Hochland will, um zu wandern oder zu angeln, kann natürlich auch eine andere Reisezeit wählen.


AFRIKA aktuell: Nun zu den Highlights von Malawi!

Catherine Mungoni: Da ist natürlich als erstes der Lake Malawi. Strände, warmes, sauberes Wasser, Baden, Tauchen, Schnorcheln, Kajaking oder Segeln, alles ist hier geboten.

In punkto Segeln möchte ich noch erwähnen, dass einmal jährlich die wohl längste Yacht-Regatta auf einem Süsswasser stattfindet, diese ist über 500 Kilometer lang. An zweiter Stelle und nicht minder schön ist das Wildlife in Malawi. Wir haben die Big Five, darunter auch Spitzmaulnashörner, und unsere Nationalparke sind landschaftlich sehr abwechslungsreich, je nachdem, wo und in welcher Region in Malawi man sich gerade aufhält.

Und als Drittes möchte ich noch unsere Kultur anführen: Als Tourist kann man sich hier noch echte und hochwertige Schnäppchen an Handarbeit sichern, wie etwa Töpferkunst oder Korbflechtereien.


AFRIKA aktuell: Gibt es Strategien für die Zukunft?

Catherine Mungoni: Ja, unseren Öko- und Kultur-Tourismus.
Die Entwicklung und Förderung des Community Based Tourism und derart gestalteter Projekte hat daher gerade begonnen.

Keine Angst dabei, in Malawi gibt es zwar mehrere Stämme und 5-6 Hauptbevölkerungsgruppen, aber Englisch ist Amtssprache, eine grosse Sprachbarriere existiert nicht. Ausserdem sind wir ein sehr sicheres Reiseland, dass sich nicht von ungefähr als The Warm Heart of Africa bezeichnet, dies gilt im besonderen für die Herzlichkeit und Fröhlichkeit unserer Leute!


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