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AFRIKA aktuell - Das Online Reisen und Tourismus Magazin für Malawi sowie Süd-Ost-Afrika
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MALAWI See Reisen
Tauchparadies im Herzen Afrikas: Der Malawi See
von Egmont Strigl, Freier Reisejournalist
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Der Malawi-See beherbergt die buntesten Fische, die es im Süsswasser gibt und ist daher prinzipiell ein ideales Tauchrevier...
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35 Grad im Schatten, die Sonne brennt erbarmungslos. Da ist wohl für jeden nachvollziehbar, welch herrliches Gefühl es ist, ins kühle Nass zu springen. Aber nicht in irgendeinen Pool, sondern in einen der größten Seen der Welt, den Malawi See.
Mit fast 600 km Länge, bis zu 90 Kilometern Breite und einer Tiefe von 700 Metern gehört er zu den Gewässergiganten Afrikas und wird nur vom Tanganjika- und Victoria See übertroffen. Auch im Bekanntheitsgrad steht er zurück und ist eigentlich nur Aquarianern ein fester Begriff für die er das Synonym für Artenreichtum ist. Durch seine isolierte Lage im Afrikanischen Grabenbruch konnte sich vor allem Buntbarsche entwickeln, die es auf 500 verschiedene Arten (rund 1000 Fischarten insgesamt, davon 359 endemisch!) bringen. Folglich sind sie das unbestrittene Highlight, als uns Skipper Julius mit hinausnimmt zur kleinen Insel Boadzulu vor dem Makokola Club Hotel, wir die sachten Warnungen vor Krokodilen und Nilpferden sträflich missachten und mit Taucherbrillen bewaffnet abtauchen in die pralle Artenvielfalt des Malawi-Sees.
Steil fällt das felsige Ufer in die unergründlich blaue Tiefe ab, aber gerade an solchen Stellen versammelt sich die Armada der gelben, roten, gestreiften und gepunkteten Schuppenträger mit Vorliebe, um die Algenbeläge am Stein abzuweiden. Kein tropisches Korallenriff könnte schöner sein - es ist als würde man selbst durch ein riesiges Aquarium paddeln.
Aber nicht nur unter, sondern auch über Wasser gehört der Malawi-See zu den schönsten Plätzen des Landes, egal ob im Norden oder Süden. Im schmaleren Nordteil z. B. gefällt das ehemalige Sklavenjägerzentrum Nkhata Bay, beliebtes Ziel der Backpacker, mit seinen schönen Buchten, die durch Berge und zahlreiche Felsspitzen gegliedert werden. Nette kleine Lodges verstecken sich im Uferwald, feine Sandstrände wie die Chikale Bay laden zum sonnenbaden, das herrlich warme Wasser zum schwimmen, schnorcheln, oder surfen ein. Wer will kann sich auch auf der Ilala einschiffen und mit dem einzigen Passagierdampfer eine Woche lang über den meergroßen See schippern.
Persönlicher Favorit am See ist allerdings Chinteche mit seinem gemütlichen Hotel direkt am Wasser, dem dichten Wald im Hintergrund und den schönen Dörfern direkt an den langen, von kleinen Felsen durchsetzten Sandstränden, die zu ausgedehnten Spaziergängen einladen.
Hautnaher Kontakt mit den Menschen ist dabei garantiert, die unmittelbar am und vom See leben. Man spielt mit den anfangs noch scheuen, aber immer mutiger werdenden Kindern eine Runde Sandfußball, schaut den Fischer in ihren handgezimmerten Einbäumen zu, bewundert ihre Fänge, die abends lecker gebraten auf dem Teller landen, und blickt den bunt gekleideten Frauen hinterher, die ihre Wasserkrüge elegant auf dem Kopf balancieren.
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Auch das gibt es in Malawi: Schönen Bade-Urlaub am riesigen See...
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Ein perfekter Einstieg in die so ganz anders geartete Welt Schwarzafrikas, besonders für Afrikaneulinge, denen hier jenseits aller Klischees ein faszinierender Einblick zu Teil wird. Angenehm und interessant die zwanglosen Gespräche mit den locals, bei denen man viele Details aus ihrem Leben, ihrer Kultur erfährt. Überraschend auch die Sauberkeit der Dörfer in denen eifrig die Höfe gefegt werden, kein Zivilisationsmüll zu finden ist, nur Lehm, Holz und Gras zum Bau der Hütten verwendet werden. Leben im Einklang mit der Natur, die Nahrung und Baumaterial (fast) zum Nulltarif, und ein ganzjährig angenehmes T-Shirt-Klima liefert.
Weitere See-Highlight sind die Halbinsel von Salima, wo sich dichter Wald, herrliche Strände und bizarre Granitformationen zur perfekten Urlaubsidylle mischen, sowie der als UNESCO Weltnaturerbe eingestufte und besonders unter Tauchern hochgelobte Lake Malawi Nationalpark am Cape Mclear, wo Berge, Felsen, Inseln und feine Strände einen längeren Aufenthalt absolut rechtfertigen...

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