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AFRIKA aktuell - Das Tourismus Magazin für Reisen nach Süd Ost Afrika und Mauritius im Indischen Ozean
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Segeln vor Mauritius
Mit dem Katamaran zur Insel Ilot Gabriel
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell
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Die Harris Wilson II ist ein grosser Katamaran Segler, der Sie auf tollen Tagesausflügen zu unbewohnten Inselchen wie der Ilot Gabriel bringt
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Endlich setzt der Skipper die Segel. Oder zumindestens Teile davon, genau gesagt 65 Quadratmeter der maximal möglichen 165 Quadratmeter. Und schon peitscht der grosse Katamaran Harris Wilson II losgetrieben von einem backbordseitigen Wind mit Stärke Beaufort Drei.
Grand Baie, unser Startpunkt im Nordwesten von Mauritius, bleibt rasch zurück. Zurück bleibt die Pier, zurück bleiben die weissen Häuschen, die ankernden Yachten und Segelboote und die schönen Hotels unter Palmen, gesäumt von ihren ocker-weissen Stränden.
Gischt spritzt vom Bug hoch und verschafft uns auf der Steuerbordseite eine willkommen Dusche, denn die Sonne brennt auch schon um kurz nach 10 Uhr morgens mit guter Kraft vom Himmel. Sonnencreme wird aufgetragen. Wem nach weiterer Abkühlung ist, der begibt sich spätestens jetzt nach vorn Richtung Bug ins Netz, ins Trapez, das dort zwischen den beiden Rumpfteilen des Katamarans gespannt ist, und wo man permanent von den übersegelten Wellen einen grossen Platscher abbekommt.
Die Harris Wilson II hat Kurs genommen. Kurs Richtung Ilot Gabriel, einem Inselchen, das gemeinsam mit anderen unbewohnten Mini-Eilanden in etwa 16 Kilometer vor Mauritius liegt. Ein kleiner Archipel von Robinson-Inselchen also, von Korallen umsäumt und ein ideales Ziel für einen 1-Tages-Segel-Törn, inklusive ungestörtem Badens und tollem Schnorchelns im kristallklaren Wasser.
Mit knapp 10 Knoten, also um die 20 Stundenkilometern gleitet das prächtige Schiff gen Norden. Mehr, so lächelt der Skipper Vic, mehr wollen wir Euch ungeübten Passagieren heute nicht zumuten. Das Maximum, so verrät er noch, wären satte 25 Knoten. Und die Wellen sind momentan bereits drei Meter hoch...
Somit haben wir 30 Segel-Gäste also die Chance, es uns richtig bequem zu machen, ohne gleich über Bord gehen zu müssen. Die Sonnenhungrigen bräunen (wie schon erwähnt, regelmässig kühl geduscht) vorn im Trapez, andere haben sich auf ihren mitgebrachten grossen Badetüchern (alles andere bekommt man an Bord, nur Sonnencreme und Badetücher braucht man selbst, sowie wasserfeste Taschen, in denen man seine Kleidung sicher verstaut) ausgestreckt beziehungsweise es sich auf den ledergepolsterten Sitzgarnituren weich eingerichtet. Zwei davon sind in der Sonne, zwei im Schatten, je nach Gusto, also, alle vier können bis zu 8 Leute aufnehmen.
Denn die Harris Wilson II ist nicht nur ein schnelles, sondern auch ein grosses Schiff. Sie ist stattliche 18 Meter lang und dabei 10 Meter breit.
Und natürlich ist hier auch Platz für eine Bar, die in Schiffsmitte liegt und von der aus man ständig mit eisgekühlten Getränken (inklusiv) versorgt wird. Seeluft macht durstig. Auch wenn der Service langsam etwas schwierig wird, denn es geht durch Wellenberge und Wellentäler...
Der Grund: Während der Wind wie berichtet stark von Backbord weht, kommt die Strömung hier im kleinen Meereskanal nördlich von Mauritius beständig von Steuerbord, bauen sich Wellen auf, die dem Katamaran jede Menge Spass und Action bieten.
Die Inselchen kommen in Sicht, auch die Ilot Gabriel. Die Segel werden gerafft, die Durchfahrt durch die vielen scharfen Korallen hindurch erfolgt langsam und vorsichtig, mit Hilfe des Dieselmotors. Wer nun in aller Ruhe baden will, wird per Beiboot am Strand abgesetzt. Wer Schnorcheln möchte, bekommt Maske, Schnorchel und Flossen und hüpft einfach von Bord. Nicht auf die Korallen treten!, schärft Vic den Spazierschwimmern ein.
Ruhe kehrt an Bord ein, die Passagiere haben sich sämtlich im Archipel verteilt. Doch schon vor dem vereinbarten Zeitpunkt zur Wiedereinfindung ruft sich der Katamaran unwiderstehlich ins Gedächtnis zurück: Es duftet magensaftfördernd nach gegrilltem Fisch und Hähnchen. Die Crew bereitet das Essen (inklusiv) zu, Barbequeue, Salate, Reis, Kaffee oder Tee und dazu Kuchen, All YOU can Eat!. Eine bewährte Taktik, die Gäste wieder an Bord zu locken.
Die Rückfahrt beginnt, der Wind hat abgeflaut, die See ist ruhig. Höchste Zeit, die Schnelligkeit des Katamarans auszuleben. Ein tolles Gefühl. Aber auch das Gefühl, eigentlich in die falsche Richtung zu segeln, bereits den Kurs zurück nach Grand Baie zu nehmen.
Wie Sie die Harris Wilson II finden? Natürlich in der Marina von Grand Baie (vor 9.30 Uhr oder nach 16.30 Uhr), zusammen mit dem Schwesternschiff Harris Wilson I sind es die beeindruckendsten Segler vor Ort, und weithin sichtbar bereits durch ihr unverwechselbares Design in den Farben Lila-Mint-Grün...
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Buchen können Sie Ihren Segel-Trip übrigens im Rahmen eines Mauritius-Reise-Vorschlags gleich hier, geben Sie Ihren Terminwunsch und die Harris Wilson II dabei unbedingt mit an...
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