Mauritius Reise Reportagen
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AFRIKA aktuell - Das Tourismus Magazin für Reisen nach Süd Ost Afrika und Mauritius im Indischen Ozean
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Mauritius Der "wilde" Süden: Auf den Spuren des weissen Goldes...
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell
Weiss ist das Gold, das Mauritius eigentlich ausmacht: Zucker!
Die Jahresproduktion beträgt etwa 600.000 Tonnen.
Auch wenn gerade die jungen Insulaner immer weniger Lust auf die harte und durch die Vulkanfelsen sehr steinige Arbeit verspüren. Sie zieht es vermehrt in die Textilindustrie, die Baumwolle aus dem nahen Südafrika oder aus Indien weiterverarbeitet oder eben in den lukrativen Tourismus.
Wie dem auch sei: Immer noch werden 96% der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche für Zuckerrohr genutzt.
Immer noch finden etwa 40.000 Mauritianer Arbeit in der Zuckerverabeitung.
Auch wenn aus den 250 kleinen Zuckerfabriken (Bild oben links) der Kolonialzeit - ihre kleinen Schornsteine beleben nach wie vor das Bild der Insel - heute 13 grosse (oben rechts) Betriebe geworden sind. Zucker ist übrigens, die Karibik lässt grüssen, auch in Mauritius die Basis für exzellenten Rum, ein ideales Souvenir oder immer einen guten Drink wert!
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Wesentlich weniger eines anderen "weissen" Goldes, nämlich nur etwa 15 Tonnen, produziert die Insel für ihren Eigenbedarf: Salz!
Die beiden Fotos hier auf dieser Seite stammen von der Saline in Tamarin, an der Südwestküste von Mauritius gelegen.
Wie auch sonst in Salinen üblich, wird Meerwasser in flache künstlich angelegte Lagunen verbracht und dann verdunstet.
Das zurückbleibende Salz schillert weithin sichtbar in der Sonne...
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Auch kleine Tee- und Kaffeeplantagen finden sich auf Mauritius.
Die Kaffeeplantage liegt auf dem Weg nach Chamarel, und was den Tee anbetrifft, kann man auch eine der Fabriken, nämlich die von Bois Cheri besichtigen und bei einer der Führungen in die Kunst der Teefermentation einweihen lassen.
Klar, dass man vor Ort - etwa auf der fahrt in Richtung des Black River Nationalparkes auch die mühsame Kunst des Pflückens der oberen drei Blättchen am Teestrauch beobachten wird.
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Das Wahrzeichen der Südwestspitze der Insel ist der Le Morne Brabant, immerhin 555 Meter hoch! Mit ihm verbindet sich eine äusserst traurige Geschichte. Der Berg war traditionell ein Fluchtpunkt für Sklaven, die ihrem Schicksal in den Zuckerrohrplantagen entkommen wollten und sich hier vor den Sklavenjägern versteckten. 1835 wurde dieses traurige Kapitel beendet und die Sklaverei abgeschafft. Aber: Einige von ihnen hielten die offizielle Verkündung durch Boten für einen Trick der Behörden und wählten den Sprung in die Tiefe als letzten Ausweg.
Heute geniessen die Touristen dann doch lieber den Luxus der Hotels, die sich um den Le Morne herum finden...
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Mauritius ist nicht gerade eine ausgesprochene Wildlife-Destination, verglichen etwa mit den Klassikern auf dem nahen afrikanischen Kontinent oder mit der nur gut 800 Kilometer entfernten "Arche Noah" Madagaskar. Eher das Gegenteil, hat sich auf der beengten Inselfläche der menschliche Einfluss der ersten europäischen Siedler und Seefahrer doch extrem bemerkbar gemacht. Trotzdem: Einige extrem bedrohte Tierarten konnten gerettet werden. Da ist die Pink Pigeon (Bild oben), die man auf der Insel im Casela Nature Park nahe Flic-en-Flac auch zu sehen bekommt. Oder der Mauritius-Falke, der im Südteil der Insel im Black River-Nationalpark frei lebt, oder der Echo Parakeet, eine Sittichart. Sie hatten mehr Glück als der "Dodo", auch Dronte genannt, dr schon früh ausgerottet wurde und heute nur noch T-Shirts und Souvenir-Shops "bevölkert". Mit Sicherheit wird man bei einem Insel-Ausflug auf die cleveren Makaken (oben rechts) treffen, die zwar nicht so aufdringlich sind wie etwa Paviane oder Grüne Meerkatzen, aber doch beständig in der Nähe von Touristen auf ein "Schnäppchen" warten.
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