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AFRIKA aktuell - Das Online Reisen und Tourismus Magazin für Namibia sowie Süd-Ost-Afrika
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Namibia Reisen
Windhoeks Vororte: Penduka, die Suburbs erwachen...
von Ludwig Schadhauser, Publisher AFRIKA aktuell
Wer in Windhoek ist, und genug Zeit mitgebracht hat, sollte sich ein bisschen davon nehmen und sich auf eine geführte Tour (beispielsweise im Kleinbus) in und durch die Vororte begeben. Etwa einen halben Tag kann man dafür veranschlagen, und man lernt eben Land und Leute dadurch auch so kennen, wie es heute wirklich ist.
Man besucht also im Prinzip die Townships, analog zu Südafrika und genau wie dort die Konsequenz der Apartheid-Politik, da Namibia ja als South West Africa lange unter dessen direkter Kontrolle stand.
Man soll im Urlaub ja nicht unnötig politisieren und besser nach vorne schauen. Und dort taucht nach nur kurzminütiger Fahrt Katatura auf. Schon nach wenigen Eindrücken wird klar: Diese Townships sind weitaus schöner und besser entwickelt, als das, was man aus Kapstadt, Johannesburg oder anderen südafrikanischen Gross-Städten kennt.
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In Okahandja nördlich von Windhoek hat sich eine qualitativ hochwertige Souvenir-Schnitzerei entwickelt. Billig sind die Kunstwerke allerdings nicht...
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Sie sind auf ihrem Level gepflegt, sauber, der Stolz ihrer Bewohner, es gibt Schulen, Hospitäler, Busbahnhöfe, Sportplätze und auch einen farbenfrohen und lebhaften Markt.
Hier gibt es so ziemlich alles, was man im Alltag braucht, Holz, Fliesen, Uhren Sonnenbrillen, jede Menge Sound und Musik, Obst, Zwiebeln und auch Fleisch, auch wenn die Fliegen drumherum und der Geruch aus jedem geneigten Touristen sofort einen Lebensmittelkontrolleur machen.
Und doch holt einen in Katatura wieder die Geschichte ein. Erbaut in den 50ern bedeutet sein Name we do not wnat to go there!, wir wollen nicht hier leben. Aber man musste, man wurde zwangsumgesiedelt, man musste Miete bezahlen, auch wenn man vorher irgend wo anders sein Häuschen besass, man wurde fein säuberlich nach Rasse und Herkunft getrennt und auch gleich noch 24 Stunden und rund um die Uhr bewacht. Wer rein oder raus wollte, brauchte ständig seine ID-Karte.
Andere Vororte folgen auf der Fahrt, bevor man mit Penduka (Wach auf!) ein interessantes Projekt erreicht und hier Halt macht. Es liegt am Goreangab Stausee und ist im Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe für Frauen aus den Townships.
Sie produzieren hier Kunstgegenstände sowie auch Gegenstände des täglichen Lebens. Diese sind im Laden (Crafts Shop) käuflich zu erwerben. Ausserdem gibt es ein Mini-Village, in dem die traditionelle Lebensweise der verschiedenen ethnischen Gruppen Namibias erklärt und an hand von deren Hütten erklärt wird.
Wer nach dem Besuch von Penduka noch Zeit hat, kann eine relativ lange Fahrt (ca. 45 Minuten) nach Okahandja im Norden von Windhoek unternehmen. Dort hat sich eine Vielzahl von Holz-Schnitzern niedergelassen, die Produkte sind handwerklich gut, aber nicht gerade günstig im afrikanischen Vergleich.
Und viele dieser Souvenirs erhalten Sie auch bequem und beim Stadtbummel in Windhoek City, und mit etwas Verhandlungsgeschick auch noch um einiges günstiger.
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