Namibia Reise Reportagen


Malawi Reisen
Zurück zum
Namibia-Menü


Namibia



Google


Links-Liste:

Auswaertiges Amt

Gibt es Tipps oder Hinweise vom Auswaertigen Amt für Ihr Reiseziel?
Sie erfahren es bei Klick aufs obige Logo...

Prophylaxe

Gibt es Tipps hinsichtlich Gesundheit, Vorsorge und Prophylaxen für Ihr Reiseziel?
Sie erfahren es bei Klick aufs obige Logo...

Waehrungsumrechnung

Wie stehen die Devisen und Kurse? Checken Sie selbst, nach Klick aufs obige Logo...


AFRIKA aktuell - Das Online Reisen und Tourismus Magazin für Namibia sowie Süd-Ost-Afrika

Reisen in Namibia
Action in der Walvis Bay: Von Robben und Rosa-Pelikanen
von Ludwig Schadhauser, Publisher AFRIKA aktuell


Ingo Ventner Walvis Bay

Bitte zu Fisch: Ingo füttert die Rosa-Pelikane im Flug, und bei 50 Kmh...

Teilweise kerzengerade, teilweise leicht der geschwungene Küstenlinie folgend durchschneidet die gut ausgebaute Teerstrasse die von Osten kommende Wüste. Im Westen: der Atlantik, stahlblaues Meer, über dem weiter draussen eine dunkle Nebelbank lastet.

Auch wenn Sommer ist, baden tut kaum jemand. Einige haben die lange Angel ausgeworfen, und warten auf gute Bisse weit draussen in der Meeresdünung. Fische gibt es genug, das kalte, nährstoffreiche Wasser schafft die Basis für ein immenses Potential. Zeugen davon sind ein paar rostige Trawler, die vor sich hindümpeln sowie künstliche Inseln, auf denen sich reichlich Seevögel tummeln. Guano-Plattformen, der Vogelkot und vormals Fisch verwandelt sich hier in das begehrte Dünge-Präparat.

Walvis Bay taucht am Horizont auf. 22.000 Einwohner, reichlich Industrie, ein grosser echter Tiefsee- Hafen und reichlich Wirtschaft, die auf dem Fischfang basiert. Schon die Portugiesen entdeckten die riesige natürliche Lagune als idealen Ankerplatz für sich, 1486 nannte sie Kapitän Diaz die Bahia das Baleas, die Bucht der Wale. Mit beginnender Kolonialpolitik wurde der Ort britisch, und blieb dies auch, als sich um ihn herum das Deutsch-Südwest mit und um Swakopmund herum etablierte.

Ingo Ventner gibt Gas und bringt die Gegenwart zurück. Wir verlassen den schwarzsandigen Yachthafen voller Muschelschalen mit seinen Souvenir-Shops und Restaurants und seiner wirklich fischigen Luft. Skipper Ingo ist Original- und gebürtiger Walvis Baianer und widmet sich mit seinem Unternehmen Pelican Tours dem Tourismus in der Bay.

Was sich zunächst nach einer beschaulichen Dümpelei anhört, wird flugs zum Action-Trip. Rosa-Pelikane fliegen uns trotz hoher Geschwindigkeit des 230-PS-Bootes (maximal 80 Kmh) mit eleganter Lockerheit hinterher. Sie kommen näher, und Ingo greift mal kurz in den Eimer, holt einen der insgesamt 5 Kilo Fisch hervor und stopft ihn dem vorbeifliegenden 2-Meter-Vogel in den Pelikanschnabel, wobei Ingos Arm fast völlig mit drin verschwindet.

Eine Nahrungsbeziehung der besonderen Art, die sich da zwischen den bis zu 10 Riesen-Vögeln einerseits und Ingo als Einheimischen andererseits entwickelt hat. Natürlich dauert es eine Weile, bis sich diese Zirkusnummer der gefiederten Art aufeinander eingespielt hat, aber mittlerweile klappt sie perfekt und Ingo füttert, was das Zeug hält, denn mittlerweile haben endlich alle ihre Kameras einsatzbereit gemacht.

Ingo Ventner Walvis Bay

Plötzlich haben wir einen Passagier mehr mit an Bord...

Doch Ingo hat noch mehr drauf. Wir erreichen die Kolonie der Cape Fur Seals, der Seelöwen, auch Pelzrobben genannt.

Es lärmt, es wuselt schwarz durcheinander, und auch im Wasser ist einiges los. Die Robben ziehen durchs Meer, springen, tauchen, sind ständig in Bewegung.

Ingo bereitet seine Nummer vor. Und wie immer baut er sie behutsam auf. Da ist Sally, eine Robben-Dame, die brav neben das Boot kommt, und die Flossen klatscht, und den Hals fotogen aus dem Wasser streckt, um sich ihren Fisch zu sichern. Ingo hat Sally einst gerettet, als sich eine tödliche Nylonschnur um ihren Hals legte, ein achtloses Stück Abfall von der Fischerei, für die Seelöwin eine Lebensbedrohung, die tief ins Fleisch schnitt.

Und wieder gibt Ingo Gas mit den beiden Aussenbordmotoren. Doch Sally schwimmt ohne viel Stress hinter uns her und surft auf der Heckwelle, zwischen den beiden Motoren. Und plötzlich klatscht es. Ingos Dressur-Palette hat ihren Höhepunkt erreicht.

Es ist nicht Sally, sondern eine zweite Robbe, die sich flugs ins Boot katapultiert hat. Irgendwie begreift man die Physik nicht mehr, diese Tiere haben eine enorme Kraft. Nun liegt Israel, so der Künstler-Name des 4jährigen Männchens, da so mitten unter uns, und holt sich seinen Fisch ab.

Alle diese Robben, so Ingo, hatten als Kids und Youngsters einmal Kontakt zum Menschen. Und suchen von daher gern den Kontakt zu uns. Und da sie wirklich clever sind, haben sie nach 10 bis 14 Tagen und ein paar Fischen später schnell kapiert, was ich von ihnen möchte. Und bleiben trotzdem in Freiheit...


Zurück zum Seitenanfang





HOME

Newsletter GRATIS

Kleinanzeigen lesen/aufgeben

Kontakt zu Afrika aktuell

Impressum

Werbung in Afrika aktuell