Zambia Interview


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Sambia hatte in 2006 immerhin 756.860 Touristen.

Nur aus Deutschland hapert es noch, wie Donald Pelekamoyo vom Zambia National Tourist Board in London gegenüber AFRIKA aktuell bestätigte...

Donald Pelekamoyo Zambia Tourist Office

Donald Pelekamoyo,
Manager Europe, Zambia National Tourist Board

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Website

AFRIKA aktuell: Sambia ist ja bekanntlich eine grosse Nation mitten im Südlichen Afrika. Trotzdem hört man sehr wenig darüber? Wo liegen die Gründe?

Donald Pelekamoyo: Dies ist nur teilweise und interessanterweise für den deutschen Markt richtig. Zambia hat jährlich (in 2006) bereits 756.860 internationale Touristen.

Wobei die Hauptgruppen traditionell bedingt die Afrikaner/Südafrikaner (510.270 Besucher, 66%) und die Besucher aus dem UK (40 %) sind.

Nur eben, wenn es um die Zahl deutscher Urlauber geht, sprechen wir über jährlich nur 8.000 bis 9.000 Touristen, wobei wir uns nicht über die Zuwachsrate von immerhin 11% beklagen, sondern einfach nur schade finden, dass die Basis-Zahlen noch so niedrig liegen..


AFRIKA aktuell: Liegt es wieder einmal an der An- und Einreise?

Donald Pelekamoyo: Richtig, es gibt kleinen Direktflug oder soagr mehrere Direktflüge wöchentlich ab Deutschland, was sehr wünschenswert wäre. Ab Johannesburg erreicht man Sambia aber ohne weiteres mit Nationwide Airlines oder der SAA.

Es gibt von dort tägliche Anschlussflüge in unsere Hauptstadt Lusaka sowie zum Livingstone International Airport. Livingstone ist ja bekanntlich die Tourismushauptstadt Sambias und liegt direkt an den Victoria Falls. Der Vollständigkeit halber: Es gibt internationale Abfluggebühren in Höhe von 25-US-Dollar und nationale Flugsteuern in Höhe von 8-US-$.

An unseren Visa-Gebühren kann es eigentlich auch nicht liegen. Die 25-US-Dollar sind bei gebuchten Touren oftmals einfach schon mitenthalten. Ausserdem ist Zambia ein politisch stabiles und im allgemeinen auch sehr sicheres Reiseland.


AFRIKA aktuell: Wann besucht man Sambia am besten?

Donald Pelekamoyo: Die allerbesten Monate sind der August und der September. Dann kann man die weltgrössten Wasserfälle, die Vic Falls in vollen Zügen geniessen, einschliesslich all der dort vorhandenen Aktivitäten, von Bungee-Jumping bis White Water Rafting. Auch in den zahlreichen Nationalparken unseres Landes ist dies die beste Zeit für Tierbeobachtungen.

AFRIKA aktuell: Wasser und Wildlife sind also charakteristisch für den Tourismus in Zambia?

Donald Pelekamoyo: Sicher richtig. Die Gegend um Livingstone habe ich schon erwähnt, daneben bildet der Sambesi natürlich auch den Kariba-Stausee, an dem wir das gesamte Nordufer besitzen, oder den Nationalpark Lower Zambezi, auch wenn dieser vergleichsweise relativ klein ist.

Und Wildlife haben wir natürlich in hoher Qualität und auf riesiger Fläche: Ich möchte hier nur kurz die Nationalparke Kafue und North & South Luangwa Valley erwähnen.


AFRIKA aktuell: Und Sambia hat doch auch die Südspitze des riesigen Lake Tanganjika für sich!

Donald Pelekamoyo: Auch das! Allerdings gibt es dort noch Entwicklungs-Defizite und nur zwei Lodges, momentan, auch wenn diese traumhaft schön liegen und paradiesischen Urlaub bieten können. Trotzdem ist die Gegend um die Kasabe Bay schwer zu erreichen. Mit dem Wagen oder Bus ist es zu weit entfernt, und per Flugzeug leider auch schwierig, da es nur einen Flug pro Woche gibt.


AFRIKA aktuell: Also schon mal eine Aufgabe für die Zukunft!

Donald Pelekamoyo: Sicherlich, wobei unser Hauptaugenmerk momentan eher darauf liegt, unsere Stärken zu nutzen. Die Touristen sollen längere Aufenthalte in Sambia buchen, und wir wollen natürlich den deutschen sowie den skandinavischen Markt stärker erschliessen.


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