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AFRIKA aktuell - Das Online Reise und Tourismus Magazin für Sambia wie Zambia in Süd-Ost-Afrika
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Zambia Safaris zum Lower Zambezi Nationalpark
Warum es doch Tiger in Afrika gibt: Angeln und Sportfischen auf dem Zambezi
von Ludwig Schadhauser, Publisher AFRIKA aktuell
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Ein kapitales Tiger-Salmler Weibchen hat angebissen...
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Vor dem Gewitter beissen und während der Dämmerung sie am besten? Guter Spruch, denn von Nordwesten her wird es ganz schön finster, dunkle Wolken türmen sich auf.
Konkrete Vorboten der Regenzeit, jetzt im Oktober am Lower Zambezi, am Unterlauf des 4tgrössten Stroms Afrikas in Zambia.
Guide und Bootsführer Pieter jedenfalls ist ganz hin- und her gerissen zwischen dem dunklen Himmel und seiner Armbanduhr. Er möchte hier mitten auf dem Fluss weder von Windböen noch von Hippos überrascht werden, die sich Richtung Ufer auf die Hufe machen. Zumal es hier in der ungestörten Natur des Nationalparks durchaus Krokodile gibt, die fünf bis sechs Meter Länge erreichen.
Aber noch kann Pieter seinen Aussenborder anwerfen, und mit uns nicht zurück zum Camp fahren. Er hat uns einen Tiger versprochen, und der hat sich bereits kurz zweimal am Köder versucht, aber immer wieder abgedreht.
Ein Vundu mittlerer Grösse hat gebissen, grosse Chessa und Nkupe (Distichodus schenga und Distichodus mossambicus, beides grosse scheibenförmige Salmler) haben sich blicken lassen, und die Natur am Fluss ist beeindruckend. Wo kann man seine Angel schon da auswerfen, wo gerade noch Elefanten waren, die uns jetzt aus ungefähr 300 Metern beobachten.Abgerundet von einem Glas Weisswein und Snacks, typische Accessoires für einen Sundowner.
Trotzdem, der Tiger fehlt. Und weit hinten grollt schon ein leichter Donner.
Ein Tiger? Tiger in Afrika? Es ist der Tigersalmler Hydrocynus forskahlii. Ein Raubfisch mit furchterregenden Zähnen, und einer attraktiven orange-schwarzen Zeichnung auf dem silbrigen, torpedoförmigen Körper. Es sind die Weibchen, die zu beachtlicher Grösse wachsen. Im Durchschnitt kann man von um die 70 Zentimeter und 7 bis 8 Kilogramm ausgehen (Männchen nur 50 Zentimeter und 2-3 Kilo), es wurden aber auch schon Exemplare mit 15 und mehr Kilogramm gefangen!
Ein Ruck an der Leine. Wieder ein im Fluss treibender Ast? Pflanzenteile, die der Strom mit sich führt? Eins, zwei, und kurz die Rute nach hinten, kurz anreissen, damit der Haken sitzt, in was auch immer daran interessiert war. Ein kurzer Moment der Stille.
Und dann, die Leine bewegt sich stromauf. Und das macht kein Treibholz! Es ist ein Tiger! Er beginnt den Kampf. Zieht, zerrt, springt. Minutenlang. Und was da ab und an aus dem Wasser schiesst, ist beeindruckend gross. Ein Weibchen, und in Top-Kondition.Es ist diese Kraft, es ist das wirklich zumal ein Süsswasserfisch furchterregende Äussere und auch die Tatsache, dass der Tiger eine häufige Art (als Salmler ist er ziemlich grätig, also nicht erste Wahl als Speisefisch, obwohl das Fleisch durchaus gut schmeckt) ist, die ihn zum Traumfisch der Zambezi-Angler macht.
Fazit:
Tigerfischen ist ein riesiges Erlebnis, für absolute Nicht-Angler genauso wie für den versierten Sportfischer. Natürlich kann man sich diesem Ansatz auf verschiedensten Hobby-Leveln nähern, angefangen vom ganz normalen Köder bis hin zu kunstvoll gebundenen eigenen Fliegen.
Der Lower Zambezi ist dafür ein ideales Zielgebiet. Die beste Reisezeit hierher ist zwischen Anfang Mai und Ende September.
Und wer Afrika und seine Tierwelt liebt, ist auch mit dem (normalerweise praktizierten) Catch and Release einverstanden. Der Fisch wird vom Haken befreit gemessen, gewogen und natürlich fotografiert - und wieder schwimmen gelassen...
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