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Hotels und Lodges auf den Seychellen - Bird Island

Bird Island Lodge - Wenn der Noddie dreimal klingelt...

von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell


Seychellen Bird Island Lodge

Die Gebäude der Lodge fügen sich schön in die tropische Fauna von Bird Island mit ein

24 Chalets, ein Maximum von um die 56 Gästen, 1,5 Kilometer lang und so 250 bis 300 Meter breit: Bird Island und die gleichnamige Lodge darauf liegen fernab jeder Zivilisation.

Die Auslastung der Lodge liegt im Jahresmittel bei 75%, man bleibt zumeist um die 5 Nächte lang hier. Man wohnt und lebt offen in seinem geräumigen Chalet, es gibt keine Fensterscheiben oder Klimaanlagen und schon gar keine Türschlösser.

Natürlich hat man eine Dusche und ein WC, natürlich gibt es es Strom und elektrisches Licht, tat’s it. Keine Mini-Bar auf dem Zimmer, kein Kühlschrank, von Telefon, Radio oder TV ganz zu schweigen. Die elektronischen Errungenschaften der Technik bleiben beim Start in Mahé zurück, denn Bird Island erreicht man als Tourist per Kleinflugzeug.

Die Landung erfolgt butterweich auf der Graspiste. Schwere Koffer, Reisetaschen? Gehen automatisch aufs Zimmer, don’t worry. Autos, Strassen, geteerte Wege? Gibt es nicht, auch Schuhe lässt man bald hinter sich, man geht barfuss oder im Höchstfall noch mit Flip-Flops.

An der Rezeption im Haupthaus bekommt man seine Hausnummer mitgeteilt, wie gesagt, das mit dem Schlüssel schenkt man sich auf Bird Island, und auch Geld braucht man erst wieder beim Check-Out. Was man konsumiert, wird einfach aufs Zimmer geschrieben, natürlich akzeptiert die Lodge neben Devisen auch das übliche Plastik.

Wer Glück hat, trifft schon nach ein paar Metern auf eine Riesen-Schildkröte, die genüsslich um die Chalets herum das Gras abweidet oder nach herabgefallenen Früchten sucht. Und mit etwas mehr Glück ist es Esmeralda (eigentlich Esmeraldo, es ist ein Männchen), die als älteste, schwerste und grösste Landschildkröte der Erde gilt.

Man setzt sich erst einmal auf seine Veranda, blickt Richtung Meer hinter den Casuarina-Bäumen am Ufer, und eins ist spätestens jetzt klar: Man wohnt hier mitten unter und in unzähligen Vögeln. Hier im Insel-Inneren sind dies vor allem die zwei heimischen Arten der bräunlichen Noddie-Seeschwalbe, begleitet von wunderhübsch weissen Feen-Seeschwalben, Täubchen tippeln übers Gras, alle ohne Scheu vor dem Menschen.

Gerade abends, im Licht der Taschenlampe auf dem Weg zum Diner muss man sehr gut aufpassen, dass man nicht aus versehen mit einem dieser gefiederten Freunde, die jetzt auf dem Boden sitzen, eine ungefederte Kollision heraufbeschwört.

Seychellen Bird Island Lodge

Innen hat man viel Platz, Strom, Dusche, WC, aber eben keinen übermässigne Luxus, man lebt hier Öko Pur

Gibt es eine High-Season? Ja, ab Ende Mai wandelt sich die Nordspitze von Bird Island in eine riesige Brutkolonie der Russ-Seeschwalben.

Bis zu 1,25 Millionen Vögel sammeln sich dann hier an. Man kann auf eigene Faust hin spazieren, sollte aber die Sperr-Flächen respektieren.

Die Lodge veranstaltet aber auch geführte Exkursionen, und die guten Guides sehen und wissen von Haus aus mehr als die ganze Touristengruppe zusammen. Es lohnt sich.


Zurück zum Diner. Man sitzt noch eine kleine Weile an der Bar, bei einem Aperitif und ein paar Snacks. Dann begibt man sich an seinen Tisch, und wird bei Kerzenschein aufs Schmackhaftste umsorgt. Generell ist das Catering dreimal täglich und für die Randlage der Insel sehr gut. Schmackhafte Buffets, Grill-Abende, für Abwechslung wird ständig gesorgt.

Fazit: Bird Island ist etwas für den Naturliebhaber und Romantiker, der während seines Urlaubs keinen technischen Schnick-Schnack möchte, sondern Öko Pur.

Und wenn man hier her kommt, muss man vor allem eines mögen: Vögel! Sie sind überall, in grosser Zahl, man hört sie am Tag, und man ist auch nachts von ihren Lauten eingehüllt, die ein bisschen an ein sommerliches Frosch-Konzert erinnern.

Trotzdem ist die Insel sehr sauber und frei von vogendlichen “Tret-Minen”.

Die rund um die Insel befindlichen Traumstrände bieten absolute Privatsphäre und viel Zeit und Raum zum Baden und Schnorcheln. Ach ja: Liegestühle gibt es am Strand keine..., und auch niemals Gerangel um einen besten Platz, jeder Platz ist der Beste, schließlich ist man auf den Seychellen.

Echte Freaks kommen im Juni und Juli hierher, wenn die Russ-Seeschwalben ihre Brutsaison haben.



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