Seychellen Hotels, Lodges und Luxus-Inseln


Zurück zum Seychellen-Menü


Seychellen



Google

Werbung auf AFRIKA aktuell

s

Reisen auf die Urlaubs-Inseln der Seychellen

La Digue: Baden wie Robinson mit Bacardi Rum

von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell


La Digue Seychellen

Baden wie im Werbespot: Die Anse Source d'Argent ist genauso berühmt wie schön

Für La Digue gibt es keinen Airstrip. Man kann sich einen Helikopterflug genehmigen, oder eben aufs gute alte Schiff umsteigen, wobei es sich der Richtigkeit halber dann doch um moderne und schöne Segler handelt.

Wie auch immer, hierher zu kommen, lohnt sich. Denn La Digue vereint auf seiner Inselfläche doch viele der Klischees und Foto-Motive, die man für typisch für die Seychellen erachten würde. Da sind die Ochsenkarren, die bereits auf der Marina auf ihre Fahrgäste warten. So erkennt man bereits nach kurzer Zeit die Tagesausflügler, die hier den Transfer der rinderigen Art zur Anse Source d`Argent bekommen.

Da ist die Heerschar der Radler, gemischt aus Einheimischen und Touristen, die die gemeinsame Küstenstrasse nutzen. Autos sind eher Mangelware, einige Taxen und Kleintransporter ausgenommen, klar, auch auf La Digue müssen Güter und schwere Last transportiert werden.

Folgt man den Velo-Touristen, wird bald eines klar: Man fährt von Bucht zu Bucht, und davon hat gerade die Westküste einige zu bieten. Da ist Top of tue List die eingangs schon erwähnte Anse Source d’ Argent. Da will jeder hin, zumindest einmal, oder öfters. Die Traumbucht hat bereits unzähligen Werbespots (wie etwa für Bacardi), Mode-Aufnahmen oder gar Hollywood-Spielfilmen (Robinson Crusoe) als magische Kulisse gedient.

Das Ensemble aus Granit-Monolithen, die sich zu Tunneln aufschichten, oder als natürliche Barrikaden Buchte um Bucht schaffen, ist zurecht weltberühmt. Leider kann man seine Illusion auf einsame Badefreuden hier nicht ganz durchsetzen, denn wie schon oben gesagt, ALLE La Digue Touristen kommen hierher.

Wer seinen Bade-Tag ruhiger verbringen möchte, sollte sich nordwärts wenden. Dort findet sich zum Beispiel die Anse Severe, eine langgezogene tolle Bucht, oder die Anse Patates, die von der Optik her die kleine Schwester der renommierten Anse Source d`Argent sein könnte. Kenner empfehlen das kleine Juwel auch als bestes Schnorchel-Areal vor La Digue.

Also alles Sonnenschein, alles Paradies? Na ja, wie vor jedes Schlaraffenland, und sei es in form einer Sandbucht, hat der Herr ein kleines Hindernis gesetzt. Und somit könnte man Anse Source d`Argent auch schlicht und einfach mit Geldquelle übersetzen.

Denn wer immer und wie auch immer hierher will, muss das Gebiet der Union Estate queren. Und dies kostet Eintritt, oder Wegezoll, oder wie auch immer, und dies muss in Devisen entrichtet werden, nicht in Rupies. Wer keine Devisen hat, muss zurück...

Zur Ehrenrettung des Union Estate sei gesagt, dass dieses selbst auch einen Abstecher rechtfertigt, also den Eintritt wert ist. Hier kann man “live” die Produktion von Kokos-Nuss-Öl beobachten.

Die Nüsse werden geschält, halbiert, und in einem urtümlich anmutenden Raum auf Regalen getrocknet. Urtümlich? Ja, aussen wird ein Kanonen-Ofen angefeuert, sein meterdickes Rohr durchzieht die Trocknung, Sauna de Coco.

La Digue Seychellen

Hunger? An der Grande Anse findet sich ein leckeres kleines Restaurant mit viel frischem Fisch

Danach löst sich das Kokos-Fleisch wie von selbst aus der halben Nuss-Schale, das Wasser, also die Kokos-Milch ist verdunstet. Nun kommt ein Ochse ins Spiel: Er dreht die Mühle, die aus 35 Kilogramm Kokos-Fleisch dann einen Liter edelstes Öl auspresst.

Es schmeckt toll in Currys und Salaten, oder die Kosmetik nutzt es als Basis für Sonnenschutz-Präparate.

Auch das mondäne Strandhaus des Präsidenten kann man hier - wenigstens von aussen - besichtigen. Lang ist es her, aber auch hier wurde einmal ein Film gedreht, der Geschichte schrieb: Emanuelle...

Die Ostküste von La Digue ist eher wild. Trotzdem lohnt sich eine schweisstreibende Radfahrt quer über die Insel, über einige Hügel hinüber zur Grande Anse. Es ist eine wirklich weitläufige Badebucht mit viel Platz für Individualisten.

Hungrig? Hier unten an der Grande Anse gibt es ein gutes kleines Strandrestaurant, mit leckerem Grill-Buffet, natürlich vor allem Fisch-orientiert, aber auch Koteletts gibt es reichlich.

Ansonsten ist das Thema “Kulinarisches” auf La Digue eher etwas für die La Passe, die zentrale Ansiedlung nahe der Marina. Es gibt verträumte Restaurants, aber auch Banken mit Cash-Automaten, Souvenir-Shops mit Niveau, pittoreske Kolonialhäuschen und im Rahmen von La Digue sogar so etwas wie Street-Life und Bummel-Atmosphäre.



Zurück zum Seitenanfang