Seychellen Hotels, Lodges und Luxus-Inseln

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Reisen und Highlights auf den Seychellen
Die Hauptinsel Mahé und die Hauptstadt Victoria
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell
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Das Meer ist allgegenwärtig, Mahé bietet mit seinen 27 mal 8 Kilometern viel Bewegungsfreiheit
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Mahé ist die Hauptinsel der Seychellen, grössen- und einwohnergemäss.
Wunderdinge sollte man hier nach europäischer Denkweise trotzdem nicht erwarten: Alle Insulaner, so gut 60.000 bis 65.000 insgesamt, passen bequem ins Berliner oder Münchner Olympiastadion.
Die Hauptstadt Victoria wiederum kann man, und dies ist lieb gemeint, auch als zumeist verschlafene Kleinstadt bezeichnen. Es ist so gut wie alles der typische Style Seychellois, es ist familiär, es ist leger, und man hat immer Zeit und gute Laune. Man kennt sich eben...
Benannt ist die Insel nach Mahé de Labourdonnais, ein Name, dem man im Indischen Ozean und vor allem auf Mauritius oft begegnet. Er steuerte von dort aus ab 1735 die Entwicklung der Region im französischen Kolonialsinn. Dazu zählten auch Expeditionen auf die Seychellen und deren endgültige Inbesitznahme im Jahr 1756.
Während der napoleonischen Kriege traten dann endgültig die Engländer auf den Plan, 1811 erfolgte dann nach einigen Anlaufversuchen die ernsthafte Übernahme der Inseln und woher anders könnte der Name der Hauptstadt, also Victoria wohl herstammen?
Heute äussert sich das britische Erbe deutlich sichtbar auf jeder Strasse: es herrscht Linksverkehr, und dieser wälzt sich vor allem auch auf der Hauptstrasse durchs kleine Zentrum mit Geschäften, Banken, Boutiquen, Souvenirshops und Cafés und Restaurants um den oft fotografierten Clocktower herum, ein Mini-Big-Ben vor dem kolonialen Queen‘s Building.
Die ganze Woche über lohnt sich ein Besuch des Fisch-, Gemüse- und Gewürz-Marktes, an Freitagen und Samstagen herrscht hier tagsüber grösstes Getümmel mit zusätzlichem Strassenmarkt, an Sonntagen und nach Feierabend dagegen ruht die City den Schlaf der Gerechten.
Wer dem Tagesgewusel entgehen will, der zieht sich in den schön angelegten und seit der Gründung in 1901 toll eingewachsenen Botanischen Garten zurück. Top of tue List sind natürlich einige kapitale Coco de Mer - Palmen, wie man sie sonst nur im Vallee de Mai-Nationalpark auf Praslin antrifft.
Und natürlich stehen auch alle weiteren endemischen Gewächse der Inseln im Vordergrund, zum Beispiel alle heimischen Palmenarten. Kapitale Früchte wie die der Brotfrucht oder die Jackfruit hängen an riesigen Bäumen, Gewürze wie die Muskat-Nuss gedeihen prächtig, auch Nutzhölzer werden gezeigt, immer wieder farbenfroh aufgelockert durch üppige Blütenstrecken.
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Downtown Victoria: Tagsüber herrscht geschäftiges Treiben, abends wird es ziemlich ruhig
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Natürlich gibt es auch ein Gehege für die kapitalen Landschildkröten.
Wirtschaftlich lebt Victoria und Mahé natürlich neben dem Tourismus vor allem vom Meer.
Es gibt klarerweise einen hochseetauglichen Hafen, und im Stadtgebiet befindet sich die Thunfisch-Fabrik.
Die Fänge des riesigen marinen Hoheitsgebietes der Seychellen landen hier in den allseits bekannten Dosen, interessanterweise sind auch die ca. 350 Arbeitskräfte in der Fabrik importiert: Inder, Thais und Madegassen arbeiten hier, die Profite teilt man sich mit dem US-Konzern Heinz, 40% davon verbleiben im Land.
Da auf Mahé ja der Grossteil der Seychellois lebt, empfiehlt sich einfach einmal eine Inseltour, um Land und Leute auf den 27 mal 8 Kilometern Inselfläche kennen zu lernen: Dorf folgt auf Dorf, dazwischen Badebuchten und typisches buntes kreolisches Leben. Sehen, fühlen, und sich auch ruhig einmal unterhalten, englisch kann jeder, und ein freundliches Lächeln öffnet alle Herzen.
Wer sich ganz besonders für Gewürz- und Heilpflanzen interessiert, sollte auf jeden Fall den Jardin du Roi im Süden von Mahé ansteuern. In der schön gemachten Anlage gedeihen 50 verschiedene Arten, von Ingwer über Pfeffer oder Vanille und Patchouli bis hin zu Ylang-Ylang (bekannt vom Chanel No 5) und natürlich auch wieder kapitale Coco de Mer - Palmen.
Wer im Prinzip seinen Urlaub nur auf Mahé verbringen möchte, und reichlich Unterkünfte in allen Preiskategorien sowie Stran- und Insellagen sind hier ja vorhanden, dem seien noch unbedingt Tagestouren zu den direkt der Hauptstadt Victoria vorgelagerten Inseln wie Cerf und Moyenne empfohlen. Man bucht vor Ort, man badet, man schnorchelt im Sainte Anne Marine National Park und man speist wie die Seeräuber und wandelt auf den Spuren der Piraten.
Schliesslich war hier im 18. Jahrhundert der Schlupfwinkel aller französischen Korsaren. Sollten Sie dabei einen der verlorenen Schätze finden, bitte nicht zu früh freuen: zwei Drittel davon gehen an die Regierung der Seychellen...
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