Seychellen Hotels, Lodges und Luxus-Inseln

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Natur Pur und Nationalparke auf den Inseln der Seychellen
Das Naturwunder des Vallee de Mai und Coco de Mer Palmenwaldes auf Praslin
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell
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Dichtes Grün aus seltenen Palmen: Das Vallee de Mai ist weltweit einzigartig
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Auf der Seychellen-Insel Praslin befindet sich ein UNESCO-Weltnaturerbe: Ein Wald, genauer der letzte Wald der Coco de Mer-Palmen im Vallee de Mai-Nationalpark.
Da Praslin mit seinen 13 mal 5 Kilometern ja nicht allzu gross ist, kann man das einzigartige Naturschutzgebiet fast von jedem Punkt der Insel aus gut zu Fuss, mit dem Fahrradbequem und ökologisch erreichen, oder man kommt eben doch mit Bus oder PKW, genug Parkplätze dazu gibt es am Park-Eingang.
Wie für Nationalparke eben üblich, bezahlt man auch hier am Eingang bei der Verwaltung seinen Eintritt. Und dieser dient eben auch der Erhaltung des Parkes. Wer sich wirklich und tiefgehend für die einzigartige Vegetation und Ökologie interessiert, sollte sich dann auch einen guten Guide mitbuchen.
Unserer heisst Michael, und er war bereits in einigen deutschen Print- und TV-Medien zu sehen, und er weiss wirklich sehr viel. Natürlich ginge es auch ohne Führer, man erhält zum Beispiel Info-Blätter auch in deutscher Sprache, und im Park stehen an den wichtigsten Punkten illustrierte Info-Tafeln, aber mehr erfährt man sicher mit Guide.
Michael hat sich in der Zwischenzeit und praktisch direkt hinter dem Park-Eingang bereits das Corpus delicti geschnappt: Eine imposante Frucht der Coco de Mer-Palme, die Frucht der Superlativen:
- Mit bis zu 20 Kilogramm Gewicht ist die Coco de Mer-Nuss der grösste Samen der Welt.
- Während er 6 Wochen nach der Befruchtung sehr schnell wächst, dauert es bis zu 7 Jahren, bis er vollständig im Palmwipfel seiner Mutterpflanze herangereift ist.
- Fällt er herab, schützt ihn seine weiche Hülle wie ein Airbag.
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Guide Michael lässt die Muskeln spielen und hebt demonstrativ den schwersten und wohl auch erotischsten Samen der Welt hoch
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- Es dauert zwei bis drei Monate, bis Termiten & Co. Die Hülle zersetzt haben, erst nach ungefähr einem Jahr erfolgt die eigentliche Keimung.
- Zunächst schleicht sich die neue Palme dabei mit Hilfe einer sogenannten Embryo-Wurzel einige Meter vom Stamm der Mutter weg. So hat sie später weniger Konkurrenz und bessere Wachstumsbedingungen. Bis sie sich nach oben reckt, vergehen weitere 8 Monate bis 3 Jahre.
- Die ersten 15 Jahre wächst die Palme ohne Stamm, nur mit Blättern, die später bis zu 14 Metern gross werden können.
- Nach bis zu 40 Jahren zeigt sich erstmals das eigentliche Geschlecht der Palme.
- Die Gesamt-Lebensdauer wird mit um die 200 Jahre beziffert, manche sollen sogar bis 400 Jahre alt geworden sein.
Kaum zu glauben, dass so tolle Gewächse so stark bedroht sind, und dass die hier wachsenden Coco de Mer-Palmen die Glückspilze ihrer art sind: Hier hat sich der letzte Primärwald erhalten. Und auch die Etablierung als Schutzgebiet, die 1948 begann und 1966 verschärft wurde hatte ´nichts mit ihrer einzigartigkeit zu tun, sondern mit dem Umstand, dass hier Wasser fliesst. Die Kolonialregierung wollte zunächst diese Ressourcen bewahren.
Erst 1983 erfolgte die endgültige Unterschutz-Stellung, und auch heute drohen immer wieder Gefahren. Feuer sind sehr gefürchtet, überall werden Puffer- und Schutzschneisen angelegt. Der ursprünglich als Gewürz eingeführte Zimt-Baum würde sich im Tal hemmungslos ausbreiten, wenn man ihn nur liesse, momentan wird das Unterholz regelmässig und per Man-Power davon bereinigt.
Trotzdem: Die Altersstruktur der Palmen passt, 80% davon zählen zu den Jünglingen, und diese werden dafür sorgen, dass hier auch weiterhin die Frucht mit den wohl exotischsten und erotischsten Rundungen des Planaeten weiterhin gedeihen wird.
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