Zimbabwe Reise Reportagen
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AFRIKA aktuell - Das Online Tourismus Magazin für Süd-Ost-Afrika
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Reisen nach ZIMBABWE
Fun in the African Sun: Walk with a Lion!
Haben Sie schon mal mit echten Löwen geschmust?
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell
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In jedem steckt ein Puma? Jedenfalls war das gleichnamige junge Löwen-Männchen kaum aufzuhalten. Autor Ludwig Schadhauser überzeugte sich selbst davon...
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Da läuft er genau neben mir her, der Löwen-Mann namens Puma, in seinem Fall die Abkürzung für Mpumalanga, den Sonnenaufgang. Um die 90 Kilo schwer, also in etwa auch mein Gewicht, von der Schulterhöhe in etwa so gross wie ein grosser Hund, also ein Schäferhund oder Neufundländer, nur mit etwa doppelt so vielen Muskeln bepackt.
Wenig später machen wir Rast, Puma lässt sich nieder, und ich kann ihn in den Arm nehmen, kann ihn kraulen, seine Mähne zerzausen.
Nein, er ist nicht dressiert, und wieder nein, er steht nicht unter Drogen und er ist auch sonst im Vollbesitz seiner geistigen und vor allem physischen Kräfte, ich übrigens auch. Und doch überstehen wir beide diesen Vormittag im Antelope Game Park bei Gweru, einer kleinen Stadt in Zimbabwe im Südlichen Afrika absolut unbeschadet . bis auf die unvermeidlichen vielen Katzenhaare, die nachher an meinem Hemd kleben bleiben.
Gleich zu Beginn die erste Frage, ist das denn nicht einfach nur furchtbar gefährlich, so etwas zu tun?
Sicher, ein gewisses Risiko betsht bei allen Dingen, die wir im Leben so tun und nicht lassen können. Aber mit Dressur, mit Zirkus oder gar Kunst-Stückchen und Showeinlagen hat das hier nichts zu tun. Denn hier, dies ist etwas ganz anderes. Die Löwen sind wild, sie folgen, so absurd das zunächst klingen mag, sie folgen einzig und allein ihrem natürlichen Verhalten.
Und, und nun bringen wir die Sache auf den Punkt, sie sind maximal 13 bis 15 Monate alt, also keinesfalls ausgewachsen oder gar geschlechtsreif. Sie wollen wirklich nur spielen! Wäre Puma noch um ein Jahr älter, also ausgewachsen, dann fast 200 Kilo schwer und ein dominanter Pascha, er würde jeden, der ihm zu nahe kommt bedingungslos erledigen. Und auch seine beiden Schwestern, die hier friedlich mit uns unterwegs sind, wären an mir nur als Nahrung interessiert, und nicht als Spiel- und Knuddel-Partner.
Ausserdem: Die 3 löwen-erfahrenen Guides nehmen maximal 6 Touristen mit auf den morgendlichen Walk, und man erhält vorab ein detailliertes Briefing über die wichtigsten Verhaltens-Massregeln.
Kassandra, unsere charmante Begleitung und mit Löwen aufgewachsen, fasst die Dinge kurz zusammen:
- Erstens..., die Löwen sind satt, wir haben sie gestern gut gefüttert und das hält ein paar Tage vor. Wir müssen deshalb auch so früh los, es ist halb Neun Uhr morgens, weil die Grosskatzen bei grösserer Hitze nur noch den ganzen Tag schlafen werden.
- Zweitens..., sie sind Kids und wollen nur spielen. Aber: Anspringen ist strengstens verboten. Werdet Ihr mit den grünen Katzenaugen fixiert, nehmt diesen Stock, jeder von uns erhält einen Mini-Gummi-Knüppel, zielt zwischen ihre Augen und sagt laut und unmissverständlich NO!, NEIN!
- Und Drittens..., lauft nie davon, und habt keine baumelnden Gegenstände an Euch, die zum Spielen reizen würden.
- Viertens..., auch Ihr werdet Euren Spass haben, wir sind immer in der Nähe, und alles läuft gemäss eines Rituals ab. Wir gehen ein paar Minuten, wir machen drei Stopps, dort könnt Ihr dann jeweils die Tiere in den Arm nehmen.
Die zweite Frage: Muss das denn sein?
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Hat da jemand Mahlzeit gerufen? Eine Impala-Antilope in einiger Distanz weckt sofort das Interesse der drei Könige der jungen Löwen...
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Wenn man erst einmal dort war, im Antelope Game Park, wird man die Frage mit einem klaren JA beantworten. Es ist absolut GUT! Wer sich nicht an die halbwüchsigen Löwen traut, hat die Option mit 3-4 Monate alten Welpen zu spazieren, oder auch nur die 6 bis 8 Wochen alten Babys kennen zu lernen, unwiderstehlich!
Wer nun wirklich eine Katzen-Allergie hat, kann reiten, auf Pferden, aber auch echte Elefanten-Safaris unternehmen, kann Kanu fahren, fischen, kann einen Ultra-Light-Gleiter nehmen und sich alles von oben ansehen oder, und auch das ist einzigartig im Konzept, mit den Elefanten ins Wasser gehen, mit ihnen baden und bis über die Haarspitzen abtauchen.
Und günstig ist all dies auch noch, im Preis, denn man setzt auf Value for Money, also ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis, und die Preise orientieren sich am heimischen afrikanischen Markt.
Klar, dass man auch übernachten kann, in tollen 2-Bett-Safari-Zelten mit Bad und Veranda auf den Fluss, oder auch ganz einfach als Camper. Gutes Essen, afrikanisches Bier, und ein uriges Lagerfeuer für die Abendstunden, es ist all das, was man sich als Afrika-Tourist wünschen kann...
Und natürlich die unvermeidbare Frage: Wer kommt denn eigentlich auf so eine Idee?
Die Antwort darauf ist einfach: Ein Mann namens Andy Conolly, ein absoluter Löwen-Verrückter. Er hat sich den Löwen und deren Zucht verschrieben. Ein Hobby? Als erste Motivation wohl ja. Aber mittlerweile wichtiger Teil eines absolut sinnvollen Programmes zur Erhaltung dieser imposanten Katzenart.
Und: Einige seiner Nachzuchten ähneln sehr dem sogenannten Cape Lion, einer Unterart, die bereits um 1850 herum am Kap der guten Hoffnung ausgerottet wurde. Dies eröffnet eventuell die Chance auf eine Rück-Kreuzung und phänotypische Wiedergewinnung dieser sagenumwobenen Löwen.
Natürlicht chippt (ein Mikrochip als Identitätskontrolle, unter die Haut implantiert) Andy alle seine Tiere, die er schweren Herzens abgibt, und kontrolliert später, wo sie abgeblieben sind,. Somit wird verhindert, dass diese schlimmstenfalls als Jagdtrophäe dienen und zum Abschuss freigegeben werden.
75 Tiere gehören zu seinem Zucht-Programm, eine stattliche Zahl, auch wenn die Hälfte davon noch im Tourismus-fähigen Alter, also Jungtiere unter 15 Monaten sind. Und darunter bestimmt auch einer, den SIE mal so richtig knuddeln können. Fahren Sie doch einfach einmal hin...?
Mein persönliches Fazit? Ich habe eine ganze Menge mehr über Löwen gelernt. Und mein Respekt vor diesen Tieren ist durch den hautnahen Kontakt zu den kleinen Majestäten noch erheblich grösser geworden!
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Sie glauben immer noch nicht, dass man so einen Walk mit Löwen überleben kann? Sehen Sie sich die Fotos (aufs Vorschaubild klicken) genau an, und Sie werden sehen, dass es allen Beteiligten sogar SPASS gemacht hat...
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Walk...
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First Contact...
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Silvia...
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Marton...
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Eszter...
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Theo...
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Nora...
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