Zimbabwe Reise Reportagen
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AFRIKA aktuell - Das Online Tourismus Magazin für Süd-Ost-Afrika
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SIMBABWE
Victoria Falls, Upper Zambezi: Sich tagelang über den Strom schnellen
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell, dedicated to Stanley Banda of ZTO
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Das Team von Untamed bei den Vorarbeiten. Ich habe dann auch nicht länger dabei gestört...
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Der Zambezi ist der viertgrösste Strom Afrikas. Er entspringt in den Bergen von Angola und Zambia, fliesst dann durch Zimbabwe und via Mosambik hinab ins Meer, in den Indischen Ozean.
Er wird gespeist von den Regenfällen, die im Südlichen Afrika während der Regenzeit, und die findet während unseres Winters im Dezember, Januar und Februar statt, aufs Land niederprasseln.
Logo, der Wasserstand steigt. Der Zambezi zieht ruhig und mächtig seinen Lauf. Wer jetzt Kanu fährt, hier am Oberlauf, erlebt die Wasserwildnis als Autobahn, als glatte Fläche ohne viel Hindernisse, von Hippos (Flusspferden) und Crocs (Krokodilen) einmal abgesehen.
Doch dann, ab Mitte des Jahres, das Wasser fällt. Bis zu 3-4 Meter können das sein. Der Fluss-Charakter ändert sich. Der Zambezi wird zum Wildwasser. Stromschnellen, Kehrwasser, Gischt und Geifer. Und ab jetzt, in etwa so ab August oder September, macht das Kajaking oder das Fahren mit den Inflatables, den aufpumpbaren Booten richtig Spass.
Keine Sorge, diese Action-Einlagen treten nur stundenweise auf. Zwischendurch treibt man auf dem Fluss dahin, man geniesst die unberührte Natur, man beobachtet Elefanten, die ausgiebig baden oder sich im Uferschlamm suhlen, oder man hat ein Tete-a-Tete mit den Hippos, in gebührender Entfernung, versteht sich.
Bis sich dann die nächste Rapid ankündigt. Lautstark. Die Stromschnellen und ihr tobendes Wasser hört man, bevor man sie sieht. Zeit genug, sich darauf vorzubereiten. Alle losen Gegenstände sicher verstauen, befestigen, anbinden. Alles, was nicht nass werden darf, wasserdicht verpacken.
Noch mal gut durchatmen. Langsam beschleunigen. Und dann Gas geben. Ein Höllenritt, mitten hinein. Es ist wie Bullenreiten. Die Wellen boxen und treten gegen das Boot. Man hüpft darin auf und ab, und wohl demjenigen, der Hand- oder Fuss-Schlaufen zum Festhalten hat. Jetzt ist im Boot Teamwork gefragt.
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Willst Du nach links, will ich nach rechts...
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Aber Vorsicht: Wenn man als Crew nicht harmoniert, wird es bitter. Ehepaare hatten schon den schlimmsten Krach, es soll zu Scheidungen gekommen sein, die besten Freunde kennen sich auf einmal nicht wieder.
Wer jetzt nicht links von rechts unterscheiden kann, wer jetzt nicht gemeinsam das rettende Ziel unterhalb der Stromschnellen anstrebt, der ist verloren!
Er kentert. Natürlich reisst einen die Schwimmweste wieder aus den Wellen, und man sollte schnellstens das Ufer erreichen, bevor das Wasser sich wieder beruhigt und auch für Krokodile attraktiv wird.
Andererseits: Bei der Hitze geht man gern mal baden, und bei einem Bier nach der Tour, die bis zu frei Tage dauern kann, hat man sich dann doch wieder lieb...
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