Zimbabwe Reise Reportagen
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AFRIKA aktuell - Das Online Tourismus Magazin für Süd-Ost-Afrika
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SIMBABWE
Lake Kariba, Fothergill Island: Im Gänsemarsch dem Elefanten auf der Spur
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell
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Die Morgensonne taucht alles in ein tiefes Gelb
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Dieser Morgen ist einfach nur eines: Paradiesisch! Auch wenn er mit Aufstehen begonnen hat. Im Dunkeln. Man zieht sich an, wie für einen Ausflug in den verschneiten Winterwald.
Lange Hosen, festes Schuhwerk, Socken, lange Ärmel, man kramt die Kamera samt Zubehör zusammen und trottet gen Licht.
Licht? Ja, Morning Coffee, ein heisser Kaffee oder natürlich auch Tee, bevor man in den Busch aufbricht, im Haupthaus der Fothergill Island Lodge, ein paar Kekse, Frühstück gibt es dann später, wenn wir zurück sein werden?
Im Kreise der anderen kleinäugigen, verschlafenen Gesichter mischt man sich seine Aufweckhilfe und fühlt, wie langsam die Spannung in einem aufsteigt. Ein Walk. Ein Fussmarsch hinein in den Busch. Ameisen, Termiten, kratzende Äste und Dornen und eventuell auch Zecken, daher die Kleidung, die dem sonnigen Zimbabwe völlig zuwider ist, aber eben als Schutz dient. Zurück ins Bett? Nein!
Löwen sind keine in der Nähe, als könnt Ihr ruhig noch was essen...! sagt der Guide, aber jede Menge Elefanten! Ja, und die sehen wir gerade, auf unserer Anfahrt zum Ausgangspunkt unseres Walks. Getaucht in ein einzigartiges Licht an diesem eben so paradiesischen Morgen. Vom Geländewagen aus ist alles spielerisch leicht. Fotos machen, nah herankommen, geniessen!
Sie halten uns momentan im Auto für ein nach Öl riechendes und brummendes Etwas. Später, wenn wir ausgestiegen sein werden, wird das anders sein. Dann riechen wir wie Mensch, zumindest einige werden wohl auch so aussehen, ausgeschlafener als ich, und dann werden wir viel kleiner, schwächer und langsamer sein als die Grauen Riesen.
Und die haben nach wie vor schlechte Erfahrungen in ihrem Elefanten-Gedächtnis gespeichert. Schlechte Erfahrungen mit Menschen, auch wenn ihnen hier schon seit ewiger Zeit niemand mehr etwas Böses will. Und deshalb sollte und MUSS man sich hinter dem Guide herbewegen!
Der Wagen stoppt, der Guide steigt aus, greift sich die Flinte. Briefing! Wir erhalten unsere Sicherheits-Anweisungen, und im Prinzip pirschen wir uns darauf schön hintereinander wie die Gänse hinter unserem Guide her.
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Immer hinter dem Guide bleiben, nur er garantiert die Sicherheit
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Eines ist klar, der Busch ist extrem spannend. Keine drei Meter Sicht, und wenn es irgendwo knackt, im Unterholz, überlegt man sich schon mal, was das eigentlich sein könnte.
Denn hinter jedem dieser etwa 3 Meter hohen Mopane-Büschen, schönen Gewächsen mit herzförmigen Blättern.
Und da Elefanten am besten riechen können, ist es entscheidend, nein, nicht geduscht zu haben sondern sich von der windabgewandten Seite aus anzunähern.
Da sind sie, die Spuren! Gerade aufgestanden, meint der Guide! Und Toilette gemacht. Der grosse Dunghaufen ist tatsächlich noch dampfend warm. Wir finden seinen Schlafplatz, an einem Termitenhaufen. Tatsächlich hat sich der Riese hier niedergelegt, unglaublich! Spuren von Stosszähnen beweisen es, doch gut schlafen kann er so nicht. Er muss sich recht schnell umdrehen, um nicht auf Grund des eigenen Gewichts einen Herzinfarkt zu erleiden.
Nun hören wir sie auch. Brrrrrrrrrr, dieses tiefe Brummen, hinein in den Infraschallbereich. Unter unserer Hörschwelle! Der Busch öffnet sich zu Grasland. Da stehen sie, 7 junge Bullen, und einer davon muss derjenige sein, den wir jetzt seit 90 Minuten verfolgt haben, ohne ihn jemals zu sehen.
Welcher er von ihnen es ist, werden wir nie erfahren, aber gelernt haben wir jede Menge über ihn!
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