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Mana Pools: Im Zick Zack auf dem Hippo Fluss...

von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell

Mana Pools Zambezi Canoeing
Guten Morgen, Sonne! Mit dem Kanu auf dem Zambezi unterwegs...

Die Morgensonne taucht alles in ein goldgelbes Bad. Den Busch, die Bäume, uns am Ufer sowie auch den Fluss selbst. Gleissendes Licht, das sich in lichten Schwaden kleiner aufwabernder Nebel von Wasserdampf fängt.

Ein paradiesischer Morgen, hier am Zambezi. Ruhig, friedvoll, voller Harmonie. Wenn da nicht Fisher wäre.

Fisher, der Canoeing Guide: Hippos sind alle wie Weibchen, sagt er, auch wenn sie Männchen sind. Sie wollen immer Recht behalten. Wenn Ihr ihnen aber ihren Willen lasst, sind sie so friedlich wie ein Hausmütterchen. Und den lasst Ihr ihnen, lacht er, davon bin ich fest überzeugt.

Warum er einen Colt umgeschnallt hat, der grösser ist als einst bei John Wayne, wagt sich noch keiner von uns zu fragen. Macht einen Höllenlärm, lächelt Fisher, und zur Not auch ein grosses Loch auf relativ kurze Distanz.

Ob er ihn schon einmal benutzt hat? Zweimal, um damit in die Luft zu schiessen, und noch nie habe er damit direkt auf ein Hippo angelegt. Eines ist klar: Er liebt die Viecher. Und den Fluss.

Und er versteht seine Gesetze und stillen Signale, und er lässt den Hippos das, was sie vom Verhalten her verlangen: Den nötigen Respekt, die nötige Distanz, das Vorrecht.

Mana Pools Zambezi Canoeing Flusspferd Hippo
Wenn man den Hippos ihre Vorfahrt lässt, klappt es auch mit dem Kanufahren drum herum ganz gut...

Wenn ein Hippo an Land ist, und zurück ins Wasser will, logisch, da sollte man niemals dazwischen sein. Also Kanu stoppen und Platz machen.

So verhält es sich auch, wenn ein Hippo im Wasser ist und man sich nähert: Lasst es ins tiefere Wasser.

Mit dem nötigen Respekt besteigen wir die Kanus, je drei von uns in ein Boot.

Der hinten drin ist der Steuermann, der Rest ist Dekoration, kann aber gern mitrudern, oder fotografieren, gerade, wenn er vorne sitzt.

Es ist ein majestätisches Gefühl, über den Lower Zambezi hier in Mana Pools zu gleiten. Dieses saubere Wasser, Trinkwasserqualität, blau, und klar. Kaum zu glauben, dass dies Afrikas viertgrösster Strom ist.

Weite Strecken lässt man sich einfach von der Strömung treiben, beobachtet die morgendlichen Aktivitäten der artenreichen Wasservögel, sieht Büffeln beim Saufen zu, und lässt sich die warme Morgensonne um die Nase scheinen.

Hippos! Ja richtig, 7.000 davon leben hier, in diesem Abschnitt. Ist man sich nicht sicher, ob eines voraus ist, klopft man auf den Boots-Rand. Das Geräusch macht sie neugierig und sie strecken den Kopf aus dem Wasser. Weiss man, wo sie stecken, muss man ihre Signale deuten können, muss wissen, wohin sie wollen.

Sind sie irgendwo in grösserer Zahl, umfährt man sie am besten rechtzeitig, und dies ist ein Zick-Zack-Kurs, den man gern wählt. Denn der Morgen ist viel zu friedlich, um sich mit so einem Koloss ernsthaft anlegen zu wollen.



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