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Mana Pools Nationalpark: Hippos in Concert...
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell
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Das Flusstal des Zamebzi, das Zambezi Escarpement formt in den Mana Pools ein tolles Tierparadies
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Die Fahrt von Makuti hinab in das Zamebzi Escarpement wäre sicher sehr aufregend, auf Grund der tollen Serpentinen-Strasse und der schönen Landschaft, wenn wir nicht hinter einem Truck herzockeln müssten.
Und dessen Bremsanlage gerade den letzen Gummi ihrer Beläge in die flirrende Luft verdampft, und dessen tiefdunkle Diesel-Abgase dem Begriff vom Schwarzen Kontinent ganz neue Nuancen verleihen.
Denn die A1 bewegt sich hier unbeirrbar die letzten Kilometer in Richtung zambischer Grenze zu, und sie ist so etwas wie eine Panafricana (in Anlehnung an die Panamericana, die Nord-Süd-Achse in der neuen Welt). Fast alle Schwerlaster fahren auf ihr, aus Südafrika kommend, über Harare hier herauf und dann weiter nach Lusaka.
Unten im Flusstal angekommen halte ich meine Sinne für immer noch umnebelt: Da steht ein Strassenposten, der nicht etwa den Grenzverkehr kontrolliert, sondern mit einem Insektennetz um die Fahrzeuge herumspaziert: TseTse-Patrol, Checkpoint gegen TseTse-Fliegen, die es in diesen heissen und tiefgelegenen Gebieten gibt.
Dass es diese wirklich gibt, zeigt sich dann ein paar Minuten später: Wir sind nach rechts abgebogen und fahren auf der buckligen Sandpiste, die sich nach der Regenzeit in eine mars-rote Achterbahn verwandelt hat, in Richtung Mana Pools Nationalpark.
Schwärme dieser verflixt zubeissenden Quälgeister schwirren überall umher, und erst nachdem wir jede Menge Autan auf alles gesprüht haben, was sich bewegt, oder auch nicht mehr, wird es leichter.
Ein leicht schmerzhafter Obulus auf dem Weg ins Paradies. Doch die ersten Elefanten machen die Ungemach schnell wieder wett.
Ein junger Bulle, so um die 25 Jahre alt, spielt regelrecht mit uns. Er steigt von einem Hinterbein aufs andere, balanciert hin und her, hebt witternd, oder grüssend den Rüssel zu uns die wenigen Meter herüber, als ob er uns bereits ankündigen wollte, wie toll es hier ist.
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Willkommen in Mana Pools! Ein Elefantenbulle begrüsst uns im Nationalpark
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Mana Pools, das bedeutet die vier Pools, also vier grössere Wasserflächen, die hier in der Trockenzeit vom Hauptstrom des Zambezi abgeschnitten werden und eine einzigartige Tierwelt ermöglichen und die zu recht zu einem grossen Nationalpark erkoren wurden.
Fast fühlt man sich an das traumhaft schöne Okawango-Delta erinnert!
In den Park dürfen im übrigen nur maximal 20 Touristen pro Tag, um dort in mobilen Camps (Zelte) zu übernachten. Mana Pools gehört also wahrhaft den Tieren!
Und wirklich, neben vielerlei Antilopen wie Impalas, Wasserböcken, Kudus und jeder Menge Zebras und Giraffen tauchen sogar noch die vom Aussterben bedrohten Afrikanischen Wildhunde auf.
Es ist bereits stockdunkel, als unser Game Drive endlich im Lager endet. Es liegt idyllisch am Hochufer des Flusses, gut geschützt, und mit toller Aussicht.
Es folgt ein sehr gutes Menü, frisch zubereitet im Busch, und abgerundet am Lagerfeuer mit der herrlichen Romantik unterm Kreuz des Südens am wolkenlosen Sternenhimmel.
Und spätestens ab dem buschtypischen Zapfenstreich vor 23 Uhr erlebt man dann in seinem kleinen Zelt das grosse Busch-Konzert: Grummelnde, lautstark tönende Fluss-Pferde, sie sich auf ihren nächtlichen Weidegang machen. Ein unvergessliches Konzert, das bis zum nächsten Morgen dauert!
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