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 Matobo Hills Lodge Zimbabwe

Die Matobo Hills Lodge ist ein Traum und liegt nahe am Nationalpark
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AFRIKA aktuell - Das Online Tourismus Magazin für Süd-Ost-Afrika

SIMBABWE
Matopos Nationalpark: Die dicksten Dinger von Zimbabwe...

von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell

Mother Child Felsen Matopos Zimbabwe
Berühmtes Highlight im Matopos NP: Der Mother & Child Felsen

56 Kilometer südlich von Bulawayo befinden wir uns jetzt. Und sind immer noch zügig unterwegs, auch wenn die vormals gute und zweispurige Strasse sich langsam auf eine Fahrbahn verengt hat, und wenn ab und an mal ein Fahrzeug entgegenkommt, geht es für beide Beteiligte mit einer Hälfte auf die Sandpiste.

Und einige im Kleinbus werden blasser als vermutet, blasser als es eine Gesichtsfarbe, und wäre sie schwarz, zeigen könnte...

Doch schon nach ein paar Augenblicken ist der staubige Hochgeschwindigkeits-Spuk vorbei, wir stehen vor dem Eingang zum Matopos Nationalpark!

Matopos? Der Begriff stammt von Matobo, was soviel wie Glatze, oder Kahlkopf bedeutet, und das Wort aus der Ndebele-Sprache trifft den Nagel, pardon, den Granit auf den Kopf. Es sind harte Gesteins-Brocken, die sich der Verwitterung der Jahrmillionen widersetzt haben und heute die ganze Region dominieren: Als bizarre Formationen aufeinanderliegender Findlinge, wahrlich dicke Dinger!

Der Mother&Child-Felsen, den wir gerade passieren, ist so eine markante Komposition, wenn nicht sogar die typischste Anordnung geomorphologischen Wirkens hier im knapp 500 Quadratkilometer grossen Nationalpark.

Natürlich hat die Geologie keine Fantasien, sondern nur wir Zweibeiner. Aber alle von uns werden verblüffend übereinstimmen: Was sich da vor uns auftürmt, sieht in unserem Assoziationsvermögen einer Mutter mit Kind einfach heruntergerissen, nein, aufeinandergestapelt, ähnlich!

Und ein leichter Schauer läuft uns den Rücken hinunter, denn sich vorzustellen wie das war, als hier bereits vor vielen 10.000 Jahren steinzeitliche Nomaden durchgezogen sind, sich den Umstand zu Nutze machten, dass es hier viel Wasser gibt, gibt Zeit zum Überlegen: Was haben sie wohl damals gedacht, als sie die Formation sahen, ohne jegliche Kenntnis über Erdgeschichte, Vulkanismus und Erosion?

Die Realität holt uns schnell wieder zurück in die Gegenwart: Nashörner!

Black and White Rhinos, look at the tracks...

Schwarze und Weisse Nashörner? Nein, so einfach ist Afrika dann doch nicht gestrickt und zu deutsch heissen die beiden vom Aussterben bedrohten Arten eben nun mal Spitzmaul-(Black Rhino)-Nashorn und Breitmaul-(White Rhino)-Nashorn. Alles andere sind wieder mal Hör- und Übersetzungsfehler.

Es wimmelt von frischen Spuren, reichlich Dung zeugt von guter Kondition und Verdauung, der Tiere und da wir eher weniger dichten Busch durchfahren, wird es immer wahrscheinlicher, gerade hier auch einmal auf ein Breitmaulnashorn zu stossen. Sie bevorzugen biotopmässig das offene Gelände, also eher das Grasland und weniger die Büsche und Bäume als das Spitzmaulnashorn, dessen Ökologie das Blätterfressen ist.

Alle Theorie geht über Bord, wir bremsen. Wir, zumindest, diejenigen, die sich das trauen, steigen aus und folgen dem Guide (Ohne Guide ist es strafbar! Und vielleicht sogar Selbstmord?). Leicht geduckt und so leise wie möglich folgen wir einem 2,5 Tonnen Männchen, ein Breitmaul wie erwartet, durch den Busch. Er ist um die 11 Jahre alt, bereits geschlechtsreif und daher offensichtlich allein. Und relaxt. Er lässt uns nahe heran. Sehr nahe!


Mother Child Felsen Matopos Zimbabwe
Ein 2,5 Tonnen Breitmaulnashorn im Rücken, kaum16 Meter entfernt...

Während er frisst und langsam Meter für Meter zurücklegt, gestatten wir uns Souvenir-Fotos, die wohl selten sind. Ich drehe ihm den Rücken zu, auf eine Distanz, bei der jeder Torwart Angst vor dem 11-Meter hat, und das Foto gelingt..., und wie auf Bestellung sieht er mir auch noch über die Schulter!

Wie viele dieser Raritäten hier im Matopos NP leben? Geheimsache! Klar, viele Wilderer wüssten dies sicher auch gern, oder würden dadurch angelockt.

Da Wilderer aber keine AFRIKA aktuell-User sind, darf man von in etwa gesicherten Zahlen und somit 30 Spitzmaul- und um die 100 Breitmaulnashörnern ausgehen. Und die Vermehrungsrate ist mehr als positiv!

Ein schönes dickes Ding!

Und noch etwas und dies auch etwas in eigener Sache, liebe AFRIKA aktuell-User: In etwa 2000 Leoparden soll es hier geben, wobei exakte Bestandszahlen Mangelware sind und eine genaue Zählung eventuell sogar noch mehr dieser faszinierenden Tiere ergeben könnten.

Ein atemberaubender Gedanke, erneut ein grünäugiges dickes Ding!

Natürlich profitieren die intelligenten Einzelgänger von den unendlich vielen Höhlen und Verstecken, die die Gegend hier bietet. Auch ihre Feinde, wie die Löwen, sind hier nicht anzutreffen, während die Felslandschaft und der Busch reichlich Schutz sowie Nahrung bietet.

Und so fassen wir den festen Plan, hierher zurückzukehren und einmal eine Reportage nur über Leoparden zu verfassen: Denn dass wir von AFRIKA aktuell Leoparden unendlich gern haben, sehen Sie ja an unserem Logo links oben auf jeder Seite ...



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