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AFRIKA aktuell - Das Online Tourismus Magazin für Süd-Ost-Afrika
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SIMBABWE
Lake Kariba - Künstliches Paradies im Reich von Nyami Nyami
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell
Der Lake Kariba liegt im Norden von Zimbabwe. Er erstreckt sich von Westen nach Osten und bildet über seine gesamte Länge die Grenze mit dem nördlichen Nachbarn, Zambia.
Und dieser See, heute über 280 (!) Kilometer lang (der Bodensee zwischen Lindau und Konstanz bringt es nur auf gut 40) ist nichts anderes als das Wasser des Zambezi, dass durch eine gigantische Staumauer am Ostende aufgestaut wird.
Ein gigantischer Eingriff in die Natur, als sich diese Staumauer am 2.12.1958 schloss.
5000 Quadratkilometer Land verwandelten sich im Laufe von fünf langen Jahren in spiegelndes Wasser. Wildtiere mussten durch die 'Operation Noah' gefangen und umgesiedelt werden.
Und auch der Tonga-Stamm brauchte eine neue Heimat. Sie beschworen den Flussgott Nyaminyami, und wirklich, während der Bauarbeiten kam es zu Unfällen, zu einem unerwarteten Hochwasser, dass viele der ersten Bauabschnitte zerstörte.
Und, um den Zorn Nyami Nyamis zu besänftigen, wurde dem Gott ein Denkmal gesetzt, das heute noch in Kariba zu sehen ist. Kariba selbst liegt übrigens nur 366 Meter über dem Meeresspiegel und kann im Südsommer zum Hot-Spot, dem heissesten Flecken Afrikas werden, über 50 Gard Celsius sind durchaus möglich...
Wer als Tourist den See besucht, wird zwei Dinge wollen: Wildlife und/oder Sportangeln. Für Wildlife prädestiniert sind der Matusadona Nationalpark oder Bumi Hills, die Chete Region mit Chete-Island und viele mehr...
In beiden Fällen wird man sich eines schwimmbaren Untersatzes bedienen. In mehreren Ausführungen: Ein schnelles Motor-Speed-Boot bringt einen von Kariba aus zu schwimmenden Hausbooten.
Diese sind gibt es in verschiedenen Preisklassen und Kategorien, man kann sich sogar mit einer ganzen Gruppe (zum Beispiel als Angelverein) so ein Boot exklusiv chartern.
Die Basis-Varianten sind spartanisch ausgestattet, mit Stockbetten, Solarzellen, Gaslicht. Und mit einem Gitterkäfig zum Baden, denn im See gibt es grummelnde Hippos en masse und unzählige auch sehr grosse Krokodile.
Und natürlich gibt es auch Luxus-Boote, mit echten Kabinen, mit Whirlpool und All-Inclusive-Service.
Hat man sein Quartier bezogen, gekocht wird auf den Booten übrigens ausgesprochen gut, und es mangelt einem an nichts, ist man prinzipiell im Garten Eden.
Ausfahrten im Kajak, im Kanu oder mit dem gemütlichen, stabilen Ponton-Motorboot bringen einem die Wildtiere hautnah heran.
Elefanten füllen sich die Mägen mit Wasserpflanzen, die sie mit dem Rüssel ausreissen, ein paar Mal auf die Oberfläche klatschen, um sie zu reinigen und dann genüsslich verspeisen.
Büffel und Antilopen kommen zum Saufen und Grasen ans Ufer, und nachts machen die Löwen, die sie verfolgen, lautstark auf sich aufmerksam.
Die abgestorbenen Bäume, die je nach Wasserstand mehr oder weniger weit aus dem See ragen.
Sieschaffen eine bizarre Kulisse, eine tolle Bühne für fantastische Sonnenuntergänge und natürlich auch Ansitze für Fischadler, Schlangenhalsvögel und Kormorane.
Zwei Nächte, wer will, natürlich auch jederzeit mehr, sollte man sich Zeit nehmen, und die Abgeschiedenheit der Natur ungefiltert auf sich wirken lassen...
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