|
AFRIKA aktuell - Das Online Tourismus Magazin für Süd-Ost-Afrika
|
Südafrika
Insider-Tipps für den Krüger Nationalpark
von Franz Nanni, http://www.nannis-paradise.ch
Viele Leute buchen via e-mail ihren Aufenthalt bei uns, aeltere, juengere reichere und weniger gut betuchte.
Und alle machen praktisch den gleichen Fehler: sie tauchen bei uns mit einem Polo, Astra etc, also einer relativ kleinen Limousine, auf. Natuerlich sind diese Kleinwagen auf unseren guten Strassen hervorragend zu fahrern und als Verkehrsmittel absolut genuegend. Und preiswert noch dazu...
Aber: Bei Touren in den Krüger Nationalpark sind diese Autos hinsichtlich der Sitzposition leider viel zu niedrig. Man sieht nur einen Bruchteil von dem, was wirklich da ist, weil eben die Uebersicht fehlt. Natuerlich wird das Gras am Strassenrand ab und zu geschnitten, (im Juli abgebrannt) aber in der Regel wächst es so etwa 1,5 bis 2 Meter hoch und dann faehrt man halt, im Kleinwagen, in der "hohlen Gasse".
So verpasst man manches interessante Tier und ab und zu vermelden Gaeste, dass sie in einer Woche nichts, aber auch gar nichts gesehen hätten. Vogel Strauss lässt grüssen...
Ich empfehle allen Reisenden, die in den Krüger Park fahren wollen, sich einen Wagen mit besserer Übersicht zu mieten: etwa einen Toyota Venture, der ist zwar nicht schnittig, aber dafuer hochbeinig und hat genuegend Platz fuer alles. Er ist fuer 2 bis 4 Personen geeignet.
Fuer mehr Personen (6) ist der VW oder Toyota Minibus empfehlenswert.
Der Preisunterschied lohnt allemahl und man kann ja nach dem Krueger-Park-Besuch immer noch gegen ein preiswerteres Auto eintauschen (im voraus buchen).
Natürlich benötigt man "on the road" auch Geld: Kreditkarten (Master/Visa) werden praktisch ueberall akzeptiert, aber die Tankstellen und einige B&B's wollen noch immer Cash sehen. Vergessen Sie also nicht, Travellercheckes in Rand mitzunehmen. Die Debitkarten wie Maestro sind noch nicht gueltig, man kann es aber immer probieren, sie werden hier langsam eingefuehrt. Hinsichtlich American Express ist anzumerken, dass die Karten SPESENFREI von Banken und in Gasthaeusern anzeptiert werden und sie sind billigeres Bargeld als via Kreditkarte vom Automaten!
Von Nannis Paradise aus kann man bequem die beruehmte Panoramaroute (Blyde River Canon) befahren, wir sind an deren Beginn gelegen.
Schöne Tages-Touren sind zum Beispiel:
1.Tag Longtompass-Lydenburg- Robberspass-Pilgrims-Rest-Sabie und retour.
2 Tag Sudvala-Hoehlen, Botanischer Garten Nelspruit, Reptilpark und Shopping,
3. Tag: Sabie, Gods window mit Regenwald,Pinakle, Bourkes lucky potholes, Blyderivercanon mit den 3 Rondavels und retour.
4 Tag/5 Tag Krueger Park.
Am Besten wenn bedeckt, dann liegen die Tiere nicht im Schatten versteckt.....
Oder die Longtom - Pass/Pilgrims-Rest-Tour: Von Nannis (oder auch andere Lodges in Nelspruit und Umgebung) Richtung Sabie und dann ueber den Longtompass nach Lydenburg (Lydenburg heisst nicht so, weil die Begruender an Malaria leidend zugrundegegangen sind, wie schon in Werbung gelesen, sondern einfach nach einem gleichnamigen Ort in den Niederlanden).
Von Lydenburg geht es weiter Richtung Origstad und kurz vorher zweigt man zum Robbers-Pass ab, der direkt zur alten Goldgraeberstadt "Pilgrims-Rest" fuehrt. In Pilgrims Rest unbedingt die Info aufsuchen und die Museumskarte kaufen! Das ermoeglicht den Besuch einesalten Kolonialwarenladens..., mit Einblick auch hinter die Theke und im angebauten Wohnteil mit aller verbliebenen Romantik.. dann die alte Druckerei und ein typisches Wohnhaus....
In der Tourist-Information vor Ort kann man auch einen Minenbesuch und Goldwaschen buchen... doch huete sich der Goldsucher, der Besitzer grapscht sich auch das kleinste Stueckchen Gold!
Die alte Anlage ist uebrigens vom Campingplatz aus einsehbar... ein guter Platz fuer Fotos a la "WildWest".
Von Pilgrims aus nimmt man dann die Strasse nach Sabie und besucht dort allenfalls die Schlucht mit Wasserfall.
Auf der Rueckfahrt nach Nannis Paradise kann man im Artists Caffee in Hendriksdal ein gutes Abendessen einnehmen... im ehemaligen Haus des Stationsvorstehers, direkt beim Bahnhof...(BITTE,BITTE!!! Nannis informieren, damit sie sich nicht SORGEN!, der Wirt Herr Todth, wird gerne fuer Sie anrufen)
Wenn Sie von Nannis in den Krueger-Park starten wollen, empfehle ich Ihnen folgende Tour: Fahren Sie in etwa einer Stunde bis zum Malelane Eingang...je nach Fahrweise. Es herrscht noch wenig Verkehr, vor allem, wenn frueh am Morgen gestartet wird. Das Numbi- und Paul-Kruger-Gate sind im übrigen in letzter Zeit etwas unsicher geworden, es gab unlängst diverse Hijackings an Touristen!!!! Auch dieHazyview Area hat Sicherheitsprobleme.
Also, nehmen Sie das Malelane-Gate und geniessen Sie das Wildlife. Sollte es Ihnen passieren, daß zum Beispiel ein Elefant im Krüger auf der Straße steht - sofort Foto schiessen!
Der Dickhäuter bleibt in der Regel ruhig stehen und wartet, dass Mensch sich zurückzieht - oder er geht seitlich ins Gebuesch...so er KANN! Vorsicht: Jedes Tier hat seine Fluchtdistanz. Beim Elefanten sind es ca 50 Meter... aber manchmal auch mehr!!!!! Er signalisiert schnell, wenn es ungemuetlich wird, deutlich durch Stampfen der Vorderfuesse mit leichtem Vor und Zurueckwiegen und agressivem Wedeln der Ohren, erhobenem Ruessel und eventuell auch durch ein schoenes droehnendes Hupen... aber lassen Sie es nicht darauf ankommen...!
ER ist eh staerker.. und skrupellos. Also Auto immer fluchtbereit stationieren und 1. Gang drin lassen - bei laufendem Motor... Elephanten sind uebrigens SCHNELL...! (Schreien und Hupen macht ihn RASEND.. also im Notfall mucksmaeuschen STILL verhalten!
Noch ein Wort zum Tempo:
Lassen Sie es generell gemütlich angehen! Im Krueger wird strikt kontrolliert, mit Laser... und es wird hohes Bussgeld verhängt beziehungsweise sofort des Parkes verwiesen.
Die Höchstgeschwindigkeiten sind auf Teerstrassen 50km/h und auf der Sand-Piste 40km/h. Achten Sie immer auf "tierische" Passanten, wie das kleine Chamaekeon oben auf dem Bild, die die Straße überqueren. Sie sind im Krüger zuhause und haben Vorrang!
Die Fotojagd dagegen beginnt bei Schritt-Tempo bis maximal 30 Kilometer pro Stunde und dann sind mit etwas Glück die "Big 5" drin!
Außerdem ein Thema im Krueger: die Malaria!
Oft kommen Gaeste ohne jede Prophylaxe (oder dann mit homoeopatischen Mitteln) und wollen im Krueger uebernachten.
Malaria ist eine sehr ernstzunehmende oft toedliche Krankheit und immer schlechter kontrollierbar. Gaesten ohne richtige Prophylaxe empfehlen wir, Unterkunft in hoeheren Regionen wie Schagen, Sabie und Graskop zu beziehen und von dort aus Tagestouren zu unternehmen. Die Erlebnisvielfallt ist aehnlich und die "Jagdresultate" gleich hoch. Dafuer ist beispielsweise die Unterkunft (und Essen) in jedem Fall besser, meist auch guenstiger und Malariafrei. Die Malariagrenze ist Nelspruit und entlang dem Escarpment Richtung Nord wie Sued. Das Escarpment ist die vom "Highveld" zum "Lowveld" abfallende geologische Stufe, die auch die Flanke der noerdlichen Drakensberge (Schagen - Blyderiver-Resort) bildet und sich bis zu den suedlichen Drakensbergen (Lesotho) hinabzieht
Ich selber fahre ab und zu in den Krueger, manchmal nur fuer einige Stunden und sehe immer mehr als genug Wildlife - so erscheint mir eine Uebernachtung im Krueger nicht wirklich notwendig, vor allem, wenn man eine Prophylaxe verweigert.
Fuer Spaetentscheider: An jedem Eingang sind Antimalariamittel und Repellents erhaeltlich, die Ranger koennen Sie dabei außerdem noch professionell beraten."
Ihr Franz NANNI
http://www.nannis-paradise.ch (Malariafrei, 900m oS)

|
|
|
|
|