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AFRIKA aktuell - Das Online Tourismus Magazin für Süd-Ost-Afrika
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Südafrika - Eastern Cape - Bungi Jumping
Bungiiiieeeeeeeeee!
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell
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Die Hütte wird Ihr Schicksal: Hier buchen Sie den absoluten Kick!
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Kurz nach dem touristisch gut bekannten Plettenberg Bay verlässt man, Fahrtrichtung Ost, auf der N 2 das Western Cape.
Man überquert die tief eingefurchte Schlucht des Bloukrans Rivers auf einer relativ neuen, schön geschwungenen Beton-Brücke.
Und normalerweise startet man jetzt durch, um das angrenzende Eastern Cape genauer kennenzulernen.
Manche bremsen aber auch genau nach der Brücke stark ab, biegen links hinein auf einen grossen Parkplatz und halten vor einer kleinen Hütte.
Manche?
Nun, teils sind es schon ganze Reisebusse, wie an diesem Tag. Okay, rechts neben der Hütte befindet sich das Besucherzentrum der Brücke, mit einem kleinen Shop und ein paar guten Informationen über Planung und Bau der betonenen Verbindung zwischen der Western und Eastern Cape Provinz.
Und trotzdem. Die meisten Leute zieht es wie magisch zu dieser kleinen Holzhütte, sie sind fasziniert von einem einzigen Wort, das Bungi! lautet.
Und dem kleinen Zusatz: 'World's Highest Bungi Jump!', der höchste Sprung, den man weltweit (auch wenn es irgendwo in Neuseeland Versuche gibt, dies zu toppen) an einem Gummiseil angebunden in die Tiefe wagen kann. Denn der Scheitel der Brücke über den Bloukrans ist immerhin 216 Meter über dem zerklüfteten Boden der Schlucht.
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Es geht 216 Meter in die Tiefe!
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Und wie die Lemminge buchen diese Menschen diesen höchsten Kick, den man sich auf diesem Planeten holen kann.
Sie bekommen ihr 'briefing', ihre genauesten Anweisungen, wie sie sich zu verhalten haben, sie schlüpfen in ihre Sprungausrüstung, sie machen ein paar oberflächliche Scherze, einige telefonieren noch hektisch mit dem Handy, und dann macht sich die Karawane der Sprungwilligen auf den Weg zur nahen Brücke.
Und während ich es mir zwischen den Zurückbleibenden auf der Aussichtsplattform bequem mache und mir wünsche, sie würden sofort springen, da das Licht schwindet, je mehr die Sonne sinkt, vergehen schier endlose Minuten.
Endlose Minuten, die den Bungi-Freaks vorkommen müssen wie Ewigkeiten. Denn sie sind nun IN der Brücke. Sie gehen unter der Fahrbahn, auf der PKW und LKW rastlos über sie hinwegdonnern, den Weg zur Mitte der Brücke. Gebückt, eingeengt, mit einer der schwierigsten Entscheidungen im Bauch: 'Soll ich, oder soll ich nicht?'.
Und doch, sie tauchen alle nacheinander wieder auf. Ein gemeinsames Jubeln nimmt den schlimmsten Druck, auch wenn es bei uns hier herüben nur ankommt wie ein Wispern. Musik dröhnt aus einem Lautsprecher. Basswellen gegen Sprungängste.
Der erste wird ans Seil gebunden. Der Erste wagt sich an die Kante. Die anderen schreien seinen Count-Down heraus, ... und er springt. Schier ewig scheint es hinunterzugehen. Dann die Wende. Zappelnd taucht er fast wieder auf Brückenniveau auf, bevor es wieder hinab geht. Die Organisatoren lassen ihn noch etwas pendeln, bevor sie ihn per Kran wieder heraufziehen.
Insgesamt 16mal wird sich dieses Schauspiel wiederholen, denn so gross ist die Gruppe der Thrill-Seeker. Ob sie alle gesprungen sind, bleibt mir jedenfalls vorenthalten. Denn der Guide drängt und es ist Zeit, weiterzufahren..., aber wer weiss, vielleicht treffen WIR uns ja mal auf dem gemeinsamen Weg unter der Brücke?

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