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AFRIKA aktuell - Das Online Tourismus Magazin für Süd-Ost-Afrika

Südafrika

Das Nelson Mandela National Museum in Umtata

von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell


Nelson Mandela

Das Nelson Mandela Museum in Umtata

Es ist, zumindest für Südafrika, das bislang erste und einzige Museum, das für eine lebende Person erbaut und eingerichtet wurde.

Dabei ist das Nelson Mandela Nationalmuseum gut gemacht und jederzeit informativ.


Und es ist, in Verbindung mit den anderen Projekten touristischer Entwicklung in Umtata und der umgebenden Region mit Mvezo, dem Geburtsort Mandelas sowie Qunu, seinem jetzigen Alterssitz, perfekt dazu geeignet, nationale und internationale Besucher auch hierher zu bringen.

Doch starten wir zunächst unseren Besuch ins Gebäude, Bunga Building genannt und um 1930 zunächst als Verwaltungssitz erbaut.

Die von Säulen gestützte Fassade wird mit grossen Textil-Prints geschmückt, die Mandela einst und heute zeigen. Im Rahmen der Umwandlung in ein Museum wurde die Bausubstanz natürlich aufwendig restauriert und die offizielle Eröffnung fand dann am 11. Februar 2000 statt.

Nachdem man den Eingangsbereich passiert hat, kann man sich zunächst die Gänge und Zimmer links und rechts davon ansehen.

Hier hat die Museumsleitung so gut wie alle Geschenke und Gaben zusammengetragen, die Nelson Mandela von der ganze Welt erhalten hat.

Nelson Mandela

In Landestracht zum Gericht


Linkerhand befinden sich die offiziellen und politischen Präsente, rechterhand die Gegenstände, die er von Privatpersonen erhalten hat. Es ist schon beeindruckend, was hier alles zusammengekommen ist.


In der Mitte des Gebäudes verbindet die grosse Haupthalle die beiden Geschenke-Flügel. Hier ist das Leben Mandelas nachgezeichnet. Seine Kindheit, Jugend, seine Ausbildung zum jungen Rechtsanwalt, und seine Kämpfe als Politiker, aber auch privat als Boxer, was er beides bekanntlich mit Leidenschaft tat.

Über Videomonitore lassen sich seine wichtigsten Reden und Ansprachen abrufen, man kann Handschriften nachlesen, auch wenn sie teilweise winzig sind.

Der Grund: Während seiner Gefangenschaft auf Robben Island war Papier ein gefährliches Gut, schwer zu bekommen und dabei musste es für das Wachpersonal noch schwerer auffindbar bleiben.

Auch Gegenstände des Gefängnisalltags finden sich hier und verbreiten eine beklemmende Atmosphäre. Doch natürlich wird auch die Zeit nach seiner endgültigen Freilassung ausgiebig gewürdigt, und seine Botschaft der Versöhnung jederzeit gewürdigt.

Wie eingangs schon erwähnt, finden hier in und um Umtata neue Projekte statt. Das Museumsgebäude selbst wird auf doppelte Grösse ausgebaut.

Nelson Mandela

Nelson Mandela erhielt Geschenke aus der ganzen Welt, hier sind sie gesammelt

In Qunu, praktisch vis-à-vis von Mandelas derzeitigem Haus, entsteht ein Besucherzentrum, das aus zwei Teilen, dem Nelson Mandela Youth and Heritage Centre sowie dem Qunu Community Museum besteht. Hier soll es Events geben, Kunst und Kultur sowie ebenfalls ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten.

In Mvezo, seinem Geburts-Dorf am Umbashe River soll eine Art Open-Air-Museum und Gedenkstätte entstehen, und die Option, das Geburtshaus Mandelas (beziehungsweise was davon noch übrig ist) zu sehen.

In Phase Zwei soll dann ein Cultural Viallge angegliedert werden. Mandela wurde hier übrigens in 1918 geboren, als Sohn eines echten Chiefs.

Allerdings, und vielleicht war dies bereits entscheidend für seinen späteren Lebensweg, musste sein Vater bereits abdanken, als Mandela erst ein Jahr alt war. Er konnte sich nicht mit einem fremden Macht-Diktat abfinden...

All diese fremdenverkehrspolitischen Entwicklungen sind für diese Region der Eastern Cape Province sehr begrüssenswert, denn Umtata und seine Umgebung wurden bislang von Touristen eher links oder rechts, je nachdem, von wo aus man vorbeifuhr, liegengelassen. In Zukunft wird sich dies ändern – und die Lage an der N2 ist dafür optimal geeignet!

Ich bin der Gilb, drum hab mich LieL.b


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