Südafrika
Das Basotho Cultural Village - Kulturelles Pflichtprogramm als Kür präsentiert
von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell
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Basotho Cultural Village
Private Bag X826,
Wistieshoek, 9870
South Africa
T: ++27-58-7210300
F: ++27-58-7210304
e-mail
Website
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Wer Lesotho und den Free State besucht, sollte sein Pflichtprogramm an Kultur der hier siedelnden Basotho unbedingt erledigen und dies spielerisch-leicht und jederzeit unterhaltend im Basotho Cultural Village tun.
Es empfiehlt sich, einer geführten Tour anzuschliessen und auch nach Herzenslust Fragen zu stellen.
Die Basotho sind im Prinzip ein Mischvolk, das im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand. Entscheidend war King Moshoeshoe der Erste, gemäss der Tradition vom führenden Stamm der Krokodile.
Allerdings: In der Region gibt es keine Panzerechsen. Daraus folgt, dass auch die Basotho in dieses Gebiet eingewandert sind sein grosser Verdienst war es, in den unruhigen Zeiten zwischen 1836 und 1848 versprengte Stämme in seine Nation zu integrieren und diese von 25.000 auf 80.000 anwachsen zu lassen.
Den König wird man allerdings im Basotho Village nicht antreffen, dagegen einen echten Chief (auch wenn es sich bei allen Beteiligten um Schauspieler handelt), seinen Headman (obersten Sekretär), einen geheimnisvollen Medizinmann mit all seiner Magie sowie eben auch ganz normale Leute, gemeint sind damit vor allem die Frauen des Chiefs, und wie sie im 16., 17. und 18. Jahrhundert gelebt haben würden.
Beim Chief Motsueni geht es zunächst sehr formell zu. Regierung stützt sich auf Authorität, und wer zum Chief möchte, muss erst beim Headman vorsprechen. Wird der Bitte um Audienz zugestimmt, erhält man die Gelegnehit, den Chief kurz zu sprechen und ein Joala mit ihm zu trinken, ein Hirsebier nach Sotho-Art.
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Hier lebte die Königin, in drei verschiedenen Hütten, als Küche, Schlafbereich sowie für Gäste
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Nach Erledigung des offiziellen Teil folgt ein Abstecher in die mythologische Welt der Basotho. Ein Schamane im Fell einer (mehrerer) Ginsterkatzen, seine Hütte, geheimnisvolle Orakel, Knochen, Zähne und Münzen, die geworfen werden, um die Zukunft zu erkennen.
Ein paar Meter weiter hat den Besucher dann der Alltag wieder eingeholt.
Man erfährt viel über Kochen, Wohnen und Schlafen und erkennt an Hand der Hütten aus verschiedenen Epochen auch die Verfeinerung des Baustils und der Inneneinrichtung.
So weist die Hütte aus dem 18. Jahrhundert bereits Fenster aus Tierhäuten auf, es gibt richtige Haustüren die nachts mit Scharnieren aus Leder geschlossen wurden und auch die Inneneinrichtung der Hütten hat ein echtes Regalsystem für die Gegenstände des täglichen Gebrauchs aufzuweisen.
Gekocht wird übrigens viel Maisbrei, Papa genannt, dazu überwiegend Gemüse, wie etwa der als Morocho bekannte Eintopf aus Kohl. Fleisch in grösseren Mengen gibt es eigentlich nur an Festtagen.
Wichtiger ist es, ausreichend Vieh zu besitzen, dies zeugt von einem gewissen Status und erhöht den sozialen Status.
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Die Instrumente sind modern, der Sound authentisch
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Undenkbar wäre das Leben ohne die robusten, dabei doch relativ zierlichen Basotho-Ponys. Sie trotzen steilem Gelände genauso wie den hier existenten Jahreszeiten, und besitzen, wie die Island-Ponys auch, den sogenannten 5.Gang, also eine Gangart mehr als die normalen Pferde.
Die Führung ist, wie schon erwähnt, informativ und doch kurzweilig.
So wundert man sich dann am Ende doch ein bisschen, wenn man nach in etwa einer Stunde von fröhlichen Musikanten verabschiedet wird.
'Kgotso, seid gegrüsst in Frieden, und kommt wieder!'
Was übrigens an sieben Tagen in der Woche möglich ist..., Ruhetag gibt es keinen im Basotho Cultural Village.


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