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Südafrika

Lucky Beads Kapstadt - Glücksperlen als Einkommensquelle und gutes Projekt

von Ludwig Schadhauser, Publisher Afrika aktuell


Gert Lubbe Montagu

Monkeybiz South Africa Bead Project
35, Sunset Avenue
Llandudno, 7800
Cape Town
South Africa
Shirley Fintz
Barbara Jackson
e-mail
Website

Kapstadt, die Innenstadt, ein gläsernes Bürohaus, zunächst anonym, ein Pförtner. Er schickt uns in den zweiten Stock.

Der zweite Stock. Kisten, Pappkartons, Chaos, und zwei freundliche Gesichter, die uns fragend ansehen. Aber da sie von Ketten, Puppen und anderen Kleinkunstwerken aus den Beads, den bunten Perlchen, die mittlerweile so typisch für Südafrika sind, umgeben, ja geradezu umzingelt sind, nicken wir einfach nur.

"The Beads?" - "Yes, the Beads!"

Hier also laufen die Fäden zusammen, die Fäden eines Projektes, das 1994 mit einem Zufallskauf auf dem Grahamstown Festival of Cultur and Art im Eastern Cape begann. Hier fanden Barbara und Shirley ihr erstes Püppchen, gefertigt aus den südafrikanischen Glücksperlchen.

Es wurde zur Passion der beiden gelernten Keramik-Designerinnen. Die Idee folgte auf dem Fuss: Warum nicht diese handgefertigten Unikate in grösserem Umfang und grösserer Zahl von den Frauen in den Townships fertigen lassen? Arbeit schaffen für Frauen, die oft eine Familie mit sechs Kindern und dies oft leider auch ohne Mann durchbringen müssen. Heimarbeit, also, die diesen Frauen Einkommen sichern würde und gleichzeitig die Familie nicht vernachlässigen würde?


Heute beschäftigen die BEADles bereits 140 Frauen, und es werden ständig mehr. 'Als wir in 2000 begannen, wollten gerade drei Frauen mitmachen! Der Zuspruch ist mittlerweile riesig. Und wir haben herausgefunden, dass eine Arbeiterin bis zu 10 andere Leute unterstützt. Ein enormer Multiplikator!', meint Barbara. 'Wir garantieren allerdings keine Summen! Wir liefern ihnen die Rohstoffe, unsere Beads, umsonst an. Was und wie viel sie daraus machen, ist ihre Sache. Wir kaufen ihnen die Stücke zu einem fairen Preis ab, und dieses System funktioniert gut!'


Mittlerweile formieren sich sogar richtige Fortbildungs- und Trainingskurse, die anderen Frauen in den Townships den Start in diese Form der Selbständigkeit erleichtern sollen.

Der Input ist also gesichert. Und der Output? Die weltweite Verteilung der unvergleichlichen Handwerkskunst? Auch hier haben die beiden Energiebündel ihre Hausaufgaben bereits erledigt. 25 Verteil- und Verkaufsstellen finden sich innerhalb Südafrikas, und 5 internationale Agenturen kümmern sich um den weltweiten Absatz. Aus den Püppchen, Täschchen und Talismännern werden nette Werbegeschenke und sinnvolle Gimmicks in den verschiedensten Branchen der 'Ersten Welt'.

Man sollte also die Augen nach diesen Talismännern aus den Townships offen halten, sei es auf einer Südafrika-Reise oder sei es hierzulande. Denn sie bringen nicht nur einem selbst Glück, sondern auch vielen Menschen eine sinnvolle Einkommensquelle!


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